Sechsstreifiger Ausbau rückt näher
Pläne für A1-Ausbau zwischen Münster und Dortmund reifen weiter

Ascheberg -

Die Pläne sind genehmigt, jetzt geht es beim sechsstreifigen Ausbau der A 1 zwischen Ascheberg und Hiltrup ans Umsetzen. Ein Bohrtrupp ist schon auf Erkundungstour.

Donnerstag, 30.01.2020, 19:05 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 19:38 Uhr
500 Meter hinter der Abfahrt Ascheberg beginnt der Bereich, für den der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, so dass nun ans Umsetzen gearbeitet werden kann.
500 Meter hinter der Abfahrt Ascheberg beginnt der Bereich, für den der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, so dass nun ans Umsetzen gearbeitet werden kann. Foto: Theo Heitbaum

„Wir sind zunächst einmal sehr erfreut, dass der Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der A 1 zwischen Ascheberg und Amelsbüren vorliegt“, stellt Roland Krumm von der Regionalniederlassung Münsterland bei Fragen zu einem Zeitplan fürs Umsetzen des sechsstreifigen Ausbaus voran. Aktuell ist der Beschluss einsehbar. „Es kommen tatsächlich Leute vorbei, die sich das genauer ansehen möchten“, berichtet Peter Kaufmann aus der Ascheberger Bauverwaltung. Viel tun kann er nicht, denn bei einem Beschluss gibt es nur eine Option: Wer etwas verändern möchte, muss gegen den Beschluss klagen.

Bohrfirma bereits vor Ort tätig

Die Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebes Straßenbau NRW strebt einen schnellen Baubeginn an. „Wir versuchen schon bereits seit einigen Monaten, die hierfür erforderlichen Grunderwerbsverträge zu schließen oder von den betroffenen Eigentümern Bauerlaubnisse zu erhalten“, informiert Krumm. Eine Bohrfirma sei beauftragt, die geologischen Verhältnisse zu erkunden und darum auch bereits vor Ort tätig.

In den Büros werden die Pläne zurzeit in eine Ausführungsplanung der Autobahn überführt. Dort wird genau festgelegt, welchen Asphalt etwa eine Straße enthält. Es werden Entwürfe für die Brückenbauwerke erstellt. Sie sind so differenziert, das auf ihrer Basis in einigen Monaten mit der Erstellung der Vergabeunterlagen begonnen werden könne. In der Folge könnten dann nach dem Vergabeverfahren die ersten Arbeiten beauftragt werden, informiert Krumm.

Baubeginn noch unklar

Im Laufe dieses Prozesses wird erarbeitet, wie die Bauarbeiten zeitlich und organisatorisch ablaufen werden. Der Plan wird immer abgestimmt und verfeinert. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine Angaben darüber machen, wann Baubeginn ist und wann Brücken gebaut werden“, bittet Krumm noch um Geduld.

Der Abschnitt zwischen Ascheberg und Amelsbüren ist später geplant worden als die Strecke von Ascheberg nach Werne. Dort musste so stark umgeplant werden, so dass eine neue Offenlegung nötig war. Deswegen wird nun in Richtung Norden eher gebaut als nach Süden. Der Abschnitt beginnt etwa 500 Meter nördlich der Abfahrt Ascheberg und hört 380 Meter südlich der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal auf. Die Planer, so Kaufmann, gingen davon aus, dass die Arbeiten bis zum Jahr 2025 erledigt sein werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7228302?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachrichten-Ticker