Aktion an der Mariengrundschule Herbern
„Goldener Schuh“ motiviert Kinder

Herbern -

Klasse: In der „1a“ der Marienschule baumeln die „Goldenen Turnschuhe“ an der Wand und sind derzeit der ganze Stolz der Steppkes

Freitag, 31.01.2020, 17:35 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 16:44 Uhr
Die Klasse 1a der Marienschule hat die meisten Schuhe ausgemalt und ist darum erster Besitzer des „Goldenen Schuhs“, der bei der Aktion ausgelobt wurde.
Die Klasse 1a der Marienschule hat die meisten Schuhe ausgemalt und ist darum erster Besitzer des „Goldenen Schuhs“, der bei der Aktion ausgelobt wurde. Foto: ghb

Klasse: In der „1a“ der Marienschule baumeln die „Goldenen Turnschuhe“ an der Wand und sind derzeit der ganze Stolz der Steppkes. Völlig zu Recht, denn die Kinder haben sich die Wander-Trophäe redlich verdient. Sie sind die erste Klasse, die in dem Projekt „Aktiv und sicher“ am häufigsten ihren Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Bus absolviert haben.

Doch nicht nur in der 1a machen die Kinder bei dem am 2. Dezember 2019 gestarteten Projekt gern mit, auch die Mitschüler in den anderen Klassen seien motiviert, berichtete Schulleiterin Sabine Küter jetzt auf Nachfrage.

„Anfang Dezember hat uns das gute Wetter in die Karten gespielt, da sind morgens teilweise ganze Klassen zu Fuß gekommen“, schilderte sie die Startphase. „Für die Kinder ist das sehr motivierend und das haben sie zuhause auch vermittelt“, ergänzt die Schulleiterin. So würden die Haltepunkte am Sportplatz am Siepen sowie an der Talstraße gegenüber der Sparkasse von den Eltern gut frequentiert. Von dort aus können die Grundschüler direkte und sichere Fußwege nutzen, die maximal 500 und 550 Meter weit sind. In vielen Laufgemeinschaften geht es dann zur Schule. „Das tut den Kindern gut und gibt den Eltern Sicherheit. Das Kollegium ist positiv davon angetan, wie gut das von den Eltern angenommen wird“, sagte Küter.

Die einfache Idee hat denn auch mehrere Vorteile: Die Lern- und Konzentrationsfähigkeit verbessert sich durch die Bewegung der Kinder an der frischen Luft. Die Sicherheit wächst, weil die Kinder lernen, sich im Straßenverkehr zu bewegen. Die Anlieger werden durch weniger Bring- und Abholverkehr entlastet und es wird ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Brenzlige Situation auf dem Altenhamm

Gerade auch die Verkehrssituation vor der Schule und auf der Altenhammstraße habe leider immer wieder zu „brenzligen“ Situationen geführt, hatte Küter im Elternbrief zur Aktion die Erfahrungen der Lehrkräfte erläutert und um Unterstützung geworben.

„Aktiv und sicher“ geht so: Für jeden selbst gelaufenen Weg zur Schule hin und wieder zurück darf jedes Kind ein Turnschuh-Symbol auf der Klassenliste ausmalen. Die Klasse, die die meisten „Turnschuhe“ gesammelt hat, darf nicht nur ihren Raum mit den goldenen Turnschuhen schmücken und die Bewunderung der Mitschüler einheimsen, es gibt für sie auch eine Extra-Belohnung – wie etwa eine verlängerte Pause oder Hausaufgaben frei. Zu Fuß gehen lohnt sich.

Das Projekt wolle man auch für die Eltern der nächsten Schulanfänger in den Schulplaner aufnehmen, damit sie die alternativen Haltepunkte ebenfalls kennenlernen.

Projekttage zum Klima sind geplant

Die Schulweg-Aktion mündet in Kürze in die Projekttage der Marienschule. Vom 25. bis 27. März heißt es „Prima Klima – miteinander und füreinander“, kündigte die Schulleiterin an. Dabei geht es um Klima im Sinne des Umweltschutzes und um das Klima im Umgang untereinander.

In der 1a wird derweil eifrig daran gearbeitet, die goldenen Turnschuhe zu verteidigen, verrät Lehrerin Teresa Diening, die zusammen mit Karin Bäumer die Klasse leitet. Einige Kinder, die in der Bauerschaft wohnen, würden mit dem Auto bis zum Haltepunkt gebracht, andere kämen mit dem Bus, schildert sie.

Aus der Klasse kommt prompt ein Zwischenruf: „Greta darf nie mit dem Auto gebracht werden, die wohnt nebenan“, haben die Erstklässler alles genau verstanden.

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