Teil des ehemaligen Modehauses muss weichen
Abrissbagger arbeitet vorsichtig

Herbern -

Vorsicht ist gefragt, wenn der Bagger sich dem hinteren Teil eines früheren Modehauses nähert. Schließlich soll nur ein Teil des Komplexes abgerissen werden – ohne Schäden in der Nachbarschaft.

Mittwoch, 05.02.2020, 17:44 Uhr
Ein Bagger reißt den hinteren Teil des Modehauses ab.
Ein Bagger reißt den hinteren Teil des Modehauses ab. Foto: Isabel Schütte

Zwei Wohngruppen für Pflegebedürftige und fünf Servicewohnungen sollen an der Südstraße 15 entstehen. Während der vordere Teil des ehemaligen Modehauses erhalten bleibt – bis Herbst 2019 war im Erdgeschoss noch ein Sozialkaufhaus untergebracht – hat der Abrissbagger am hinteren Gebäudeteil sein zerstörerisches aber planvolles Werk begonnen.

Unberührt von den Abrissarbeiten bleibt der vordere Teil des Gebäudes. Im Obergeschoss wird das Team der Zahnarztpraxis auch künftig für die Patienten da sein, informierte Investor Joachim Raguse auf Nachfrage. Für die Abrissarbeiten sind drei Wochen eingeplant, einen regulären Ablauf vorausgesetzt.

Weil das Gebäude rechts und links von Nachbargebäuden eingerahmt wird, ist beim Abriss besondere Vorsicht geboten, erklärte der Herberner Unternehmer. „Die Arbeiten sind nicht ganz so einfach, denn es dürfen keine Setzrisse an den Gründungen der Nachbarhäuser entstehen“, erläuterte Raguse, dass sowohl Statiker wie Baggerfahrer besondere Sorgfalt walten lassen. „Da ist Fingerspitzengefühl des Baggerfahrers gefordert, wenn es an die Fundamente im Keller geht“, betonte er.

Bagger bei Moden Menninghaus

Bagger bei Moden Menninghaus Foto: Isabel Schütte

Ist der Abriss erledigt, geht es direkt mit dem Tiefbau und dann mit dem Ausbau von insgesamt 1000 Quadratmeter Fläche weiter. Mit der Fertigstellung des Gebäudes rechnet der Bauherr im Frühjahr 2021. „Falls es keine Überraschungen gibt“, schränkte er ein.

Im Erdgeschoss, das einen neuen Anbau bekommt, sollen zwei barrierefreie Wohngruppen für je sechs pflegebedürftige Bewohner entstanden sein. Wie schon im Haus für betreutes Wohnen an der Hombrede wird der Pflegedienst Jakubke/Spellerberg aus Werne die Betreuung übernehmen.

Zwei Wohngruppen sind angepeilt

Neben den beiden Wohngruppen werden im Souterrain und im Dachgeschoss des Hauses zusätzlich fünf Servicewohnungen angesiedelt. Die Bewohner können hier ganz nach Bedarf weitere pflegerische Leistungen wie etwa Medikamentengabe oder auch häusliche Arbeiten wie Waschen hinzu buchen, erklärte Raguse das pragmatische Konzept für die Bewohner der zwischen 65 und 80 Quadratmeter großen Wohnungen. Möglich sei beispielsweise auch eine stundenweise Betreuung eines Bewohners in einer der Wohngruppen, während ein Partner nicht im Haus sei, ergänzte er.

Die Planungen für das Projekt in Herberns Ortskern begannen schon 2019. Im November ließ Raguse bereits das Erdgeschoss entkernen und separate Versorgungsleitungen für die Zahnarztpraxis legen.

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