Versammlung des Löschzuges Herbern
Neues Gerätehaus steht besonders im Blickfeld

Herbern -

Von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus gab es viel Lob und Dank für die Arbeit der Feuerwehr.

Brandeinsätze und technische Hilfeleistung – die Feuerwehr in Herbern war 2019 bei zahlreichen Einsätzen gefordert.

Sonntag, 09.02.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 12:10 Uhr
Wehr- und Löschzugführer stellten sich am Ende mit neuen und beförderten (Jugend-)Feuerwehrleuten zum Gruppenfoto auf.
Wehr- und Löschzugführer stellten sich am Ende mit neuen und beförderten (Jugend-)Feuerwehrleuten zum Gruppenfoto auf. Foto: Isabel Schütte

Jahresberichte, Beförderungen, eine Neuverpflichtung und eine Verabschiedung – die Tagesordnung bei der Jahresversammlung des Herberner Löschzuges in der Freiwilligen Feuerwehr Ascheberg am Freitagabend im Gerätehaus an der Bernhardstraße war prall gefüllt. Von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus gab es viel Lob und Dank für die Arbeit der Feuerwehr .

Brandeinsätze und technische Hilfeleistung – die Feuerwehr in Herbern war 2019 bei zahlreichen Einsätzen gefordert. Auf insgesamt 44 Alarmierungen blickte Löschzugführer Carsten Gausepohl in seinem Jahresbericht zurück. Hinzu kamen zahlreiche Dienstabende und Übungen, in denen sich die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit auf die Szenarien vorbereiten. Da der Löschzug in Herbern mit 33 Mitgliedern die Größe eines kleinen Unternehmens hat, ist die Aus- und Weiterbildung für den Löschzugführer jedes Jahr ein wichtiger Baustein. Elf Kameraden haben feuerwehrspezifische Lehrgänge auf Kreisebene besucht. Das Seminar für Einsatznachbesprechung am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen gab es für Carsten Gausepohl. Ein Seminar zur Führungskräftefortbildung und zum Leiter Atemschutz für seinen Bruder Ulrich Gausepohl. Der Lehrgang war notwendig, denn seit Anfang des Jahres ist Uli Gausepohl als Leiter für Atemschutz der Feuerwehr aller drei Löschzüge tätig.

Abschied Schulte bei Feuerwehr Herbern

Abschied Schulte bei Feuerwehr Herbern Foto: Isabel Schütte

Seit Dezember sind alle Fahrzeuge der Löschzüge in der Gemeinde und somit auch in Herbern mit einem neuen Navigationssystem ausgestattet. Dieses ermöglicht direkten Kontakt mit der Leitstelle und ersetzt den Funkverkehr. Der Löschzugführer dankte Bürgermeister Risthaus im Rahmen seiner Abschiedstour für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Auch beim Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10), welches 2018 angeschafft wurde, hätten die Kameraden bei der Planung freie Hand gehabt.

Das Hauptaugenmerk wird in den nächsten Jahren das neue Feuerwehrgerätehaus an der Lindenstraße sein. Die Planungen hierzu sind bereits im vollen Gange, wie der Löschzugführer bestätigte.

„Wir schaffen gerade das Planungsrecht“, erklärte der Bürgermeister bei seiner Ansprache. Bis zum Monatsende läuft die Ausschreibung an die Architekten. Mit insgesamt 2,5 Millionen Euro wird die Gemeinde Ascheberg das neue Gerätehaus finanzieren. „Aber diese Investitionen sind schlichtweg notwendig, denn der jetzige Standort ist in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß“, so der Bürgermeister. Des weiteren gab es großes Lob vom Verwaltungschef für die Arbeit der Kameraden. Die Ehrenamtskarte wurde anschließend als Zeichen der Wertschätzung an die Aktiven verteilt.

Paul Klaves ist nun Feuerwehrmann

Wehrführer Rainer Koch gab anschließend einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Dieses war mit vielen Neuheiten, Veränderungen und den Neu- und Umbaumaßnahmen in Ascheberg und Davensberg verbunden. „An Einsätzen gab es 2020 auch schon einiges zu tun“, so der Wehrführer. Finn Künne ließ das Jahr der Jugendfeuerwehr Revue passieren, die gemeinsame Übung mit dem JRK und die Herbstübung der Nachwuchsretter zählte zu den Höhepunkten des Jahres.Simon Hitzges, Arthur Königskötter und Joshua Blix wurden offiziell in die Jugendfeuerwehr aufgenommen.

Erfreut zeigte sich die Löschzugführung darüber, dass sie Paul Klaves vom Feuerwehrmann-Anwärter zum Feuerwehrmann aufnehmen konnten. Befördert wurden in diesem Jahr zudem Jan Hölscher und Max Kaiser vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister. Vom aktiven Dienst in die Ehrenabteilung wurde Bernd Schulte entlassen. Für die Löschzugführung sei dieser Tagesordnungspunkt weniger erfreulich, da die Einsatzabteilung mit Schulte einen immer verlässlichen und immer treuen Kameraden gehen lassen muss. „Wir hoffen, du kommst uns trotzdem ab und zu mal besuchen. Du weißt ja, wo du uns findest“, sagte Gausepohl abschließend.

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