60 Jahre alte Tanne kippt auf Leitung
Sabine kappt in Arup den Strom

Herbern -

Kurz vor Mitternacht war an einem Haus in Arup nicht nur der Strom weg. Beim genauen Hinsehen fehlte der Stromanschluss am Giebel.

Montag, 10.02.2020, 12:10 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 16:52 Uhr
Orkan Sabine in Herbern: Eine 60 Jahre alte Tanne fiel in Arup auf eine Stromleitung.
Orkan Sabine in Herbern: Eine 60 Jahre alte Tanne fiel in Arup auf eine Stromleitung. Foto: Isabel Schütte

Das Sturmtief „Sabine“ werden Nicole und Franz Gehrmann aus der Bauerschaft Arup so schnell nicht vergessen. Der Sturm entwurzelte am Sonntagabend kurz vor Mitternacht eine 60 Jahre alte Tanne im Garten des Ehepaares, diese fiel auf die Oberleitung und riss anschließend eine Verankerung aus dem Hausgiebel, die das Haus mit Strom versorgt.

Orkan Sabine in Herbern: Der Stromanschluss wurde aus dem Giebel gerissen.

Orkan Sabine in Herbern: Der Stromanschluss wurde aus dem Giebel gerissen. Foto: Isabel Schütte

„Es gab einen richtigen Schlag, da saß der alte Mann aber senkrecht im Bett. Als ich gesehen habe, dass der Strom weg war, konnte ich mir denken, dass es mit unserer Stromzufuhr zu tun hatte“, erzählt Franz Gehrmann. Ausgestattet mit einer Taschenlampe ging er ums Haus, um zu schauen, was passiert war. „Die Klinkersteine lagen unten am Haus und mit Blick nach oben bestätigte sich meine Vorahnung, dass die Verankerung rausgebrochen war“, so Gehrmann. Nachdem die Eigentümer Josef und Marie-Louise Koch und die Feuerwehr informiert worden waren, ging alles ganz schnell. Nach knapp zehn Minuten war der Löschzug vor Ort, sicherte alles ordnungsgemäß ab. Auch der Energiebetreiber Westnetz war noch in der Nacht im Einsatz. Bei dem anhaltendem Sturm und der Dunkelheit konnte aber nichts gemacht werden.

Orkan Sabine in Herbern

Orkan Sabine in Herbern Foto: Isabel Schütte

Während das Ehepaar Gehrmann um zwei Uhr in den Schlaf fand konnte Marie-Louise Koch nicht mehr einschlafen, wie sie erzählt. Das Haus an der Aruper -Straße ist ihr Elternhaus. „Ich war einfach total aufgedreht“, so die Hauseigentümerin. Am Montagmorgen wurde mit Tageseinbruch der Schaden sichtbar. „Die entwurzelte Tanne und das Loch im Giebel des Hauses sind natürlich ärgerlich, aber das ist alles zu ersetzen. Es ist ja Gott sei dank keiner zu Schaden gekommen“, sagte Marie-Louise Koch.

Orkan Sabine in Herbern

Orkan Sabine in Herbern Foto: Isabel Schütte

Am Montagmittag war die Stromversorgung im Hause Gehrmann wieder hergestellt und auch der Versicherungsvertreter hatte den Schaden schon aufgenommen. Ein großes Lob gab das Quartett an den Herberner Löschzugs weiter. „Die Feuerwehr war schnell da und hat wirklich gute Arbeit verrichtet.“

Die Freiwillige Feuerwehr meldete am Mittag nach dem Orkan sechs Alarmierungen, die bei den drei Löschzügen eingingen. „Zwei Mal, einmal in Arup, war es eher ein Fall für die Westnetz, weil Bäume auf Stromleitungen gefallen waren“, berichtet Wehrführer Rainer Koch. Auf der Autobahn sammelten Feuerwehrleute Äste auf. Bei einem Privatweg mussten die ausgerückten Kameraden nicht tätig werden.

Die Eurobahn stellte am Sonntag um 17.10 Uhr ihren Betrieb auf allen Strecken in Nordrhein-Westfalen ein. Am Montagmittag wurden der Zugverkehr in Absprache mit der DB-Netz abschnittsweise wieder zum Leben erweckt.

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