Hilfsaktion für Vögel
Futter selbst hergestellt

Davensberg -

Nahrhaftes Vogelfutter zum Selbermachen, dass bot Karoline Stermann von der NABU-Igelgruppe des Kreis Coesfelds zusammen mit dem Förderverein „Die kleinen Raupe“ kurzfristig für einige Kinder an.

Dienstag, 11.02.2020, 08:00 Uhr
Das Ergebnis des „Futtermachens“ präsentierten die Kinder auf einem Baumstamm.
Das Ergebnis des „Futtermachens“ präsentierten die Kinder auf einem Baumstamm. Foto: Simon Ross

Nahrhaftes Vogelfutter zum Selbermachen, dass bot Karoline Stermann von der NABU-Igelgruppe des Kreis Coesfelds zusammen mit dem Förderverein „Die kleinen Raupe“ am Sonntagmorgen kurzfristig für einige Kinder an.

Bei Stermanns in der Scheune fanden sich neun Kinder ein, die am Ende ihr Futter für die Vögel in Tassen mitnehmen konnten. Auf der Zutaten-Liste standen frischer Rindertalg, der zuerst geschmolzen werden musste, Haferflocken, Müsli, getrocknete Mehlwürmer und eine Körner- und Saatengabe. Die warme Mischung konnten die Kinder dann in ihre Tassen füllen. Jetzt fehlte nur noch ein Stock, auf dem die Vögel sich beim Fressen niederlassen können. Dieser wurde einfach in die Masse hereingesteckt und dann hieß es warten, bis alles abgekühlt und fest war. Anschließend konnten die Futterplätze im eigenen Garten aufgehängt werden.

Kleine Raupe erstellt Vogelfutter

Kleine Raupe erstellt Vogelfutter Foto: Simon Ross

Karoline Stermann war es dabei wichtig, dass die Kinder lernen, warum man die Vögel nicht nur im Winter, sondern ganzjährig füttern kann und sollte. Denn da es leider immer mehr Steingärten und weniger Insekten gebe und außerdem der Garten aufgeräumt werde, finden die Vögel nicht nur im Winter zu wenig Nahrung. Auch im Frühjahr während der Aufzucht des Nachwuchses und im restlichen Jahr ist die Nahrung knapp. Und man wolle zudem über die Kinder die Erwachsenen erreichen, da man so das Bewusstsein für die Problematik besser schaffen könne. Auch die Herkunft der Zutaten ist ausschlaggebend für die Nachhaltigkeit des Futters. So seien alle Körner „Bio“-Produkte und der genutzte Rindertalg sei ein Abfallprodukt bei der Schlachtung, der für den Verzehr durch Menschen nicht weiterverarbeitet werde. Den Talg spendete Familie Holtermann aus Ottmarsbocholt. Er stammt von den hofeigenen Weiderindern. Wichtig für die Vögel sei, dass es sich um tierisches Fett handle, da dieses für sie gesünder sei als pflanzliches, meint Karoline Stermann.

Kleine Raupe erstellt Vogelfutter

Kleine Raupe erstellt Vogelfutter Foto: Simon Ross

Für Familie Holtermann und den NABU bereitete sie jeweils eine „Dankeschön-Tasse“ vor. Und auch die Grundschule, die ÜBM und der Kindergarten erhalten eine Tasse mit dem selbst gemachten Futter, damit auch die anderen Kinder sehen, wie gut es den Vögeln schmeckt.

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