Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
Profilschüler übergeben Nistkästen

Ascheberg -

Auftrag erledigt: Die Profilschüler haben gestern Nistkästen an die Gemeinde Ascheberg überreicht. Verwaltungsmitarbeiter gaben sie gleich an die gemeinnützige Firma INTZeit weiter.

Dienstag, 18.02.2020, 17:15 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 17:22 Uhr
Alle Projektbeteiligten trafen sich gestern an der Profilschule, um die Nistkästen auf den Weg zu ihrem Einsatzgebiet im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinners zur bringen.
Alle Projektbeteiligten trafen sich gestern an der Profilschule, um die Nistkästen auf den Weg zu ihrem Einsatzgebiet im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinners zur bringen. Foto: Theo Heitbaum

Auftrag erledigt: Die Profilschüler haben gestern Nistkästen an die Gemeinde Ascheberg überreicht. Verwaltungsmitarbeiter gaben sie gleich an die gemeinnützige Firma INTZeit weiter, die sich um das Aufhängen und später auch das Reinigen der Meisenheime kümmern wird.

Auftrag erledigt – für Stephan Ronge war das zu Beginn eine ernste Herausforderung: „Einen Auftrag mit einer Schülergruppe zu erfüllen, die gänzlich unbekannt war, hat mir im Vorfeld Sorge bereitet. Aber es hat wunderbar geklappt“, informierte der Leiter des handwerklichen Angebots für alle Sechstklässler und einen Kursus aus dem Siebenerjahrgang. Alle Teilnehmer erwarben den Bohrführerschein. Auf rund zehn Schulstunden bezifferten die Mädchen und Jungen ihre Zeit für den Bau der Nistkästen, die jetzt fertig werden mussten, damit sie passend zur Brutzeit als Angebot an den Bäumen hängen. Die Gemeinde, so Wirtschaftsförderin Simone Böhnisch, habe weitere 100 Nistkästen gekauft. Die Firma INTZeit hat also genug zu tun. „Wir danken der Gemeinde für den Auftrag“, erklärte Geschäftsführer Jörg Stratmann gestern beim Übergabe- und Pressetermin.

365 Eichen in Ascheberg, 150 in´Davensberg

Die Häuschen sind auf Lärchenholz, das zehn bis 15 Jahre halten wird, erstellt worden. Robert Beckmann war als Holzlieferant gestern ebenfalls vertreten. „Wir unterstützen solchen handwerklichen Dinge in der Schule, weil wir immer auf der Suche nach Praktikanten oder Auszubildenden sind“, warb er für 15 Tischlereibetriebe in Ascheberg. Nach den Sommerferien wird an der Schule weitergebaut.

Christian Scheipers vom Tiefbauamt wies darauf hin, dass im Baumkataster für Ascheberg 365 gemeindliche Eichen aufgeführt seien und in Davensberg 150. In deren Umfeld würden die Nistkästen platziert. Denn sie sind ein Baustein beim Bekämpfen des Eichenprozessionsspinners. Direkt an der Schule werden sie nicht aufgehängt, weil an so sensiblen Orten vorsorglich Biozide eingesetzt werden. Dritter Baustein der gemeindlichen Strategie ist das Absaugen, wenn es notwendig wird.

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus dankte allen Projektbeteiligten und hofft, dass im Verbund mit den gefiederten Feinden des Eichenprozessionsspinners das Problem klein gehalten wird: „Vielleicht hilft uns jetzt auch das Wetter.“

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