Ungewöhnliches Duo aus der närrischen Diaspora
Karnevalsvirus hat Schwestern infiziert

Herbern -

Seit acht Jahren sind Josina und Laureen Börste vom Karneval-Virus befallen. Dabei wohnen sind in der närrischen Diaspora.

Mittwoch, 19.02.2020, 18:20 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 09:28 Uhr
Josina und Laureen Börste wohnen zwar in der Karnevalsdiaspora Herbern, sind aber vom närrischen Bazillus befallen.
Josina und Laureen Börste wohnen zwar in der Karnevalsdiaspora Herbern, sind aber vom närrischen Bazillus befallen. Foto: Isabel Schütte

Seit acht Jahren sind Josina und Laureen Börste vom Karneval-Virus befallen. Bei der Interessengemeinschaft des Werner Karnevals (IWK) sind beide Mädchen begeisterte Garde-Tänzerinnen. Vor vier Jahren, in der Session 2015/2016, war Josina neben Jonah Hülk als Kinderprinzenpaar des Vereins unterwegs. Ihre Schwester Laureen fungiert in diesem Jahr im Kinder-Elferrat des IWK.

„Puh, das ist manchmal schon anstrengend mit allem. Trotzdem gibt es für mich nichts Schöneres“, sagt die 16-jährige Josina mit einem Lächeln im Gesicht. Seit acht Jahren ist die Herbernerin als begeisterte Gardetänzerin aktiv, ihre zwölfjährige Schwester ist seit sieben Jahren mit von der Partie.

„Wir haben den Gardetanz damals beim Kinderkarneval im Herberner Pfarrheim gesehen und da hab ich gedacht, das kann ich ja mal ausprobieren“, erzählt Josina. Gesagt, getan – und dabei blieb es nicht. Während die damals Achtjährige ihren Gardetanz einstudierte, unterstützte Mama Marina die Karnevalisten ebenfalls, wo sie nur konnte. Seitdem Laureen ein Jahr später auch aktives Vereinsmitglied war, gab es nur noch ein Hobby und eine Berufung im Hause Börste und die heißt KARNEVAL.

In der Session 2015/2016 war Josina die Kinder-Prinzessin. Zwar wurde der Karnevalsumzug damals wegen eines Sturms abgesagt, aber die vielen schönen Erinnerungen bleiben.

Doch das Karnevalsleben ist nicht immer nur bunt wie Konfetti und lustig. Unzählige Proben, viel Freizeit, zahlreiche Veranstaltungen und viele Kilometer werden dafür in Kauf genommen. „Der Kalender ist immer voll. Manchmal müssen die beiden Börste-Kinder auch der Schule fernbleiben. Dann gibt’s vom Verein eine Entschuldigung für die Brauchtumspflege. Da sind die Profilschule in Ascheberg wie auch das Anne-Frank Gymnasium in Werne immer sehr kulant“, betont Mama Marina Börste. In dieser Woche ist Zeit absolute Mangelware, ab Weiberfastnacht geht gar nichts mehr. Seit einem Jahr trainiert Josina gemeinsam mit Nele Rüsche aus Werne die Funkenmariechen des IWK. Der Trainerschein ist das nächste Projekt, was die 16-Jährige anstrebt.

Und Laureen? Die ist dieses Jahr im Kinder-Elferrat und lässt es alles in Ruhe angehen. „Das ist auch mal ganz gut“, unterstreicht die Zwölfjährige. Dabei sind die Börstes nicht die einzigen Jecken in Herbern, denn auch der Präsident des IWK, Michael Holtmann wohnt hier. „Wir haben immer ganz nette Fahrgemeinschaften. Aber an Weiberfastnacht- das ist seit Jahren so, dass muss der Präsident höchstpersönlich organisieren“, plaudert Marina Börste aus dem Nähkästchen.

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