Projekt an der Profilschule
Strom aus Wind und Wasser

Ascheberg -

Der Strom für ihre Smartphones kommt aus der Steckdose. Zehntklässler der Profilschule Ascheberg haben bei einem Projekt dafür gesorgt, dass Strom in die Steckdose kommt.

Donnerstag, 05.03.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 09:22 Uhr
Alian Lammers erklärte den Aufbau und die Wirkweise des Wasserkraftwerkes.
Alian Lammers erklärte den Aufbau und die Wirkweise des Wasserkraftwerkes. Foto: Theo Heitbaum

Woher kommt unser Strom? Ben Börste und Julius Bomholt haben ihr Handy schon mit selbst erzeugtem Strom eines Windrades geladen. Die Zehntklässler haben es selbst gebaut. Andere Schüler des Wahlpflichtfachs „Natur und Umwelt“ des zehnten Jahrgangs der Profilschule haben Strom mit Wasserkraft erzeugt. Gestern wurden die Ergebnisse präsentiert.

Strom wird in der heutigen Zeit oft wie selbstverständlich benutzt und nur die Wenigsten fragen sich, woher diese Form der Energie kommt. Schüler stellen sich vermehrt das Bild eines Kraftwerkes vor, welches ganz einfach „Strom produziert.“ Nicht mehr die Zehntklässler der Profilschule.

Ausgehend von der Frage, woher der Strom kommt, wurden zunächst die wichtigsten Grundlagen aus dem Bereich Energie erarbeitet. In einem zweiten Schritt haben sich die Schülerinnen und Schüler dann Gedanken darüber gemacht, wie die Umwandlung von Energieformen möglichst anschaulich dargestellt werden kann. Schnell kam die Idee auf passende Funktionsmodelle zu bauen, informiert Lehrer Marcel Hake. Eine Hälfte des Kurses hat ein eigenes Windrad gebaut, die zweite Hälfte des Kurses ein Wasserkraftwerk.

Windkraftwerk der Profilschüler

Windkraftwerk der Profilschüler Foto: Theo Heitbaum

Börste und Bomholt sind in ihrem Element, wenn sie das Windrad vorstellen. Herzstück ist ein Fahrraddynamo, der die Energie der Windräder aufnimmt. Klar geworden ist auch, dass die erneuerbaren Energien Grenzen haben. Das Windrad wurde zwischen Schule und Hallenbad aufgestellt, weil dort gestern Morgen ein Lüftchen wehte.

Mitmachen beim Wettbewerb

Gefördert wurden die Arbeiten von Innogy über den Schülerwettbewerb 3malE. Dorthin wird die Profilschule auch das Arbeitsergebnis schicken. „Gute Arbeiten werden dort ausgezeichnet“, informiert Hake.

Das Wasserkraftwerk würde im Idealfall mit einem Solarpanel verbunden. Wenn die Sonne scheint, wird das Wasser mit ihrer Energie auf die Bergstation gepumpt. Wird es dunkel, setzt das Wasser auf dem Weg vom Berg ins Tal einen Generator in Betrieb. Zwei Wasserfässer und die schiefe Ebene zum Keller reichten für die Gruppe um Alian Lammers, um zu demonstrieren, wie mit Wasser Strom produziert wird. „Ich habe ausgerechnet, dass man damit physikalisch den Strom für eine Handyladung erzeugen kann“, ist Lammers mit dem Team tief in das Thema eingetaucht. Die vorhandenen Geräte schmälern allerdings den rechnerischen Ertrag. „Aber für eine Demonstration reicht es“, erklärt Lammers. Und so wissen die Zehner der Profilschule seit gestern nicht nur, dass der Strom aus der Steckdose kommt, sondern auch, wie er dorthin kommt.

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