OJA-Mitarbeiter wollen in Kontakt bleiben
Jugendarbeit geht in die digitale Welt

Ascheberg -

Face to Face – so arbeiten die Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit Ascheberg mit ihrem Klientel. Wie geht das, wenn Treffen nicht mehr möglich sind?

Dienstag, 24.03.2020, 18:45 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 21:18 Uhr
Die OJAler Saskia Adriaans und Wencke Lemcken sind derzeit wie ihr Kollege Dirk Hermann im Home-Office. Allerdings treten sie mit den Jugendlichen in Kontakt: Auf digitalem Wege.
Die OJAler Saskia Adriaans und Wencke Lemcken sind derzeit wie ihr Kollege Dirk Hermann im Home-Office. Allerdings treten sie mit den Jugendlichen in Kontakt: Auf digitalem Wege. Foto: Tina Nitsche

Andere Wege sind in Zeiten wie diesen gefragt. Und einen solchen schlägt nun auch die OJA ein. „Notgedrungen“, sagt Dirk Hermann , der mit seinen Kolleginnen Wencke Lemcken, Uta Kerckhoff und Saskia Adriaans dabei irgendwie ein Stück weit Neuland betritt. Denn gemeinsam geht das Quartett den digitalen Weg. Hauptakteur dabei: Die Diensthandys.

„Klar kennen wir uns mit digitaler Technik aus, aber unser Schwerpunkt sind ja die persönlichen Kontakte. Kommunikation von face to face, das ist ja normalerweise unser Berufsalltag“, so Hermann. Das allerdings funktioniert jetzt gerade nicht. Denn die OJAler sind, wie viele andere auch, derzeit im Home-Office. Und da gestaltet sich gerade jeder Tag anders und vor allem ist dort eines gefragt: Flexibilität und Kreativität.

Die Ideenschmiede läuft auf Hochtouren. „Denn gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass die Jugendlichen Ansprechpartner haben“, macht Hermann deutlich. Über die Diensthandys ist das problemlos möglich. „Da haben wir eine Bereitschaft von 9 Uhr bis 19 Uhr eingerichtet“. Aber auch ansonsten sind die Sozialarbeiter digital unterwegs. Kommunikation erfolgt nun über unterschiedliche Messenger, WhatsApp, Facebook…

Der direkte Draht zur Offenen Jugendarbeit Ascheberg

Über folgende Rufnummern sind die OJA-Mitarbeiter tagsüber derzeit erreichbar:Wencke Lemcken:  01 51/ 57 24 56 83.Dirk Hermann: 01 51 / 61 07 55 75.Uta Kerckhoff: 01 51 / 61 07 55 74 undSaskia Adriaans:  01 75/ 8 12 58 23.Diese Nummern können auch die Eltern die OJA-Mitarbeiter kontaktieren, zum Beispiel wenn es um die Ganztagsbetreuung in den Sommerferien geht.

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Die digitale Welt ermöglicht es dem Quartett „vor Ort zu sein, obwohl wir persönlich dabei ja nicht da sind.“

So einige Pläne hat das Quartett bereits geschmiedet. Und einen haben sie sogar schon umgesetzt. „Sport mit Wencke“, verrät Dirk Hermann. Wie es funktioniert? Über die App Discord. „Die kann man sich kostenlos runterladen.“ Der erste Versuch am Dienstag war erfolgreich. „Wie gesagt, derzeit sind wir im Aufbau. Denn sollte die Situation länger andauern, dann wird das umso wichtiger.“ Auch die Ideen, die da schon auf der Liste gelandet sind, können sich sehen lassen und versprechen vor allem eines: Viel Abwechslung in Tagen wie diesen. Das Sportangebot soll ausgebaut werden. So will Hermann beispielsweise Kraftsport anbieten. „Über die App können mich die Jugendlichen sehen und hören und auch mit mir interagieren.“

Ferner wird ein Spieleportfolio zusammengestellt. Weitere Pläne sind beispielsweise ein digitales Krimidinner, Spurensuche oder gemeinsames Kochen. „Denn gemeinsam zu kochen und dann irgendwie, wenn auch auf digitalem Wege, gemeinsam zu essen, das wird bestimmt gut.“ Gerne nehmen die Vier auch Vorschläge von den Jugendlichen entgegen. Und auch die eigene OJA-App soll zeitnah an den Start gehen. Wie gesagt, die jetzigen Zeiten erfordern Flexibilität. Denn jeder Tag ist anders und jeder Tag ist neu.

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