Ausstellung im Heimathaus wird um ein Jahr verlegt
Vertagen statt wegwerfen

Herbern -

„Zum Wegwerfen zu schade“ sollte die nächste Ausstellung im Heimathaus Herbern ab Ende April heißen. Sie kommt jetzt nicht zustande, macht aber dem Motto Ehre.

Dienstag, 24.03.2020, 14:54 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 21:18 Uhr
Die Häschenschule steht im Mittelpunkt einer Dekoration im Herberner Heimathaus.
Die Häschenschule steht im Mittelpunkt einer Dekoration im Herberner Heimathaus. Foto: HV Herbern

„Zum Wegwerfen viel zu schade“ lautet das Konzept zur geplanten Sonderausstellung 2020 im Museum Heimathaus in Herbern. Doch verhindert die Corona-Pandemie sowohl die weitere Vorbereitung als auch die Eröffnung der Ausstellung. Deshalb will das Museums-Team das Projekt erst im nächsten Jahr verwirklichen. Ersatzweise will es die zur Zeit tatsächlich bestehenden Möglichkeiten - soweit es geht - nutzen. Dies ist im Moment die Präsentation von Themen im Museumsfenster.

Seit einigen Tagen steht im Schaufenster-Museum eine alte Ausgabe des Kinderbuch-Klassikers „Die Häschenschule“ von Albert Sixtus - illustriert von Fritz Koch-Gotha. 1924 erschien „Die Häschenschule“ zum ersten Mal. Damals begann ein neues Schuljahr immer in der Osterzeit. Also wurden die ABC-Schützen Ostern eingeschult. Und was lag da näher, als ein Buch zum Schulanfang mit einer Osterhasen-Geschichte zu kombinieren. So hatte man ein Buch, das sich hervorragend als Geschenk für gleich zwei wichtige Anlässe eignete: Ostern und Einschulung. Vielleicht hat ja auch diese Tatsache zum großen Erfolg beigetragen?

Erst 1966/67 änderte sich der Einschulungstermin, indem zwei Kurzschuljahre eingeführt wurden. Viele werden sich noch an diese Zeit erinnern und vielleicht auch noch das Kinderbuch besitzen.

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