Neues Werk von Oliver Uschmann und Sylvia Witt
Die Kraft der Freundschaft in leicht lesbarer Sprache

Herbern -

Mit dem Auto könnte der Weg ans Meer so einfach sein. Aber nicht für Kevin, Bina, Sharif und Samuel.

Mittwoch, 25.03.2020, 18:43 Uhr aktualisiert: 26.03.2020, 11:46 Uhr
Cover Uschmann/Witt: Meer geht nicht
Cover Uschmann/Witt: Meer geht nicht Foto: Privat

Mit dem Auto könnte der Weg ans Meer so einfach sein. Aber nicht für Kevin, Bina, Sharif und Samuel: Da ihre Eltern nur Termine im Kopf haben, wollen sich die 13-Jährigen zu viert zum Strand durchschlagen. So beginnt ein stürmischer Roadtrip, erzählt im Kinder- und Jugendroman „Meer geht nicht“ von Sylvia Witt und Oliver Uschmann . Auf 143 Seiten nimmt das Herberner Autorenpaar Mädchen und Jungen ab elf Jahren mit auf ein kurzweiliges Leseabenteuer.

„Fürs Reisen haben wir entweder kein Geld oder keine Zeit“, stöhnt der neue Mitschüler Kevin. „Ist Geld da, fehlt die Zeit. Ist Zeit da, fehlt das Geld“. Daher war der Teenager noch nicht einmal an der Nordsee. Seine drei Freunde finden: Das muss sich ändern – und zwar sofort! Schließlich ist das Leben viel zu kurz, um es zu vergeuden. Nur können sie nicht auf die Hilfe ihrer beschäftigten Eltern bauen. Also startet die Meer-Mission eben geheim und ohne Auto. Auch das Handy, das ihren Aufenthaltsort verraten könnte, muss zu Hause bleiben. Kevins Wegbegleiter sind der Pflanzenkenner Samuel, das Kletter-Ass Sharif und die Reparaturkönigin Bina. All diese Talente erweisen sich als bitter nötig, denn er Roadtrip ist in etwa so unberechenbar wie das Meer selbst. Nicht jeder meint es so gut mit dem Quartett wie zwei Wikinger-Fans, dank denen Kevin & Co. zumindest bis zu einem See gelangen. Spätestens, als die vier Abenteurer im Wald übernachten müssen, rückt ihr Ziel in weite Ferne. Nur mit vereinten Kräften kann es gelingen, einen Ausweg zu finden . . .

Prämiert

Das Jugendbuch »Meer geht nicht« des Autorenduos Oliver Uschmann und Sylvia Witt wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2020 ausgezeichnet. Mit dem Preis prämieren die Stiftung Lesen und die Leipziger Buchmesse jährlich die 30 besten Kinder- und Jugendmedien des Vorjahres, die Lesespaß mit kreativen Ansätzen der Leseförderung verbinden.

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In „Meer geht nicht“ erzählen Witt und Uschmann zum einen eine abwechslungsreiche und altersgerechte Geschichte über die Kraft der Freundschaft. Ihr Buch liest sich zum anderen als Appell, das Leben zu genießen und Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man wie die erwachsenen Romanfiguren allzu sehr im Alltagsstress feststeckt.

Das im Gulliver-Verlag erschienene Werk ist in „super lesbarer“ Sprache verfasst. Kurze, verständliche Hauptsätze sorgen für einen schnellen Lesefluss – egal, wie gut man liest oder wie alt man ist. Für das Buch gilt also das gleiche wie für das Meer: Es ist für alle da!

Oliver Uschmann / Sylvia Witt: „Meer geht nicht“, 143 Seiten ISBN:978-3-407-74997-0, erschienen: 12. Februar 2020, ab elf Jahre.

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