Kult-Person beim SV Herbern
Manta-Maria managt Mahlzeiten

Herbern -

Sportmoderator Hansi Küpper hat es bei der SVH-Jubiläumsfahrt nach Mallorca auf den Punkt gebracht. „Sie ist die Kult-Person des SV Herbern.“ Aber warum ist das bei Maria Aschoff so?

Freitag, 27.03.2020, 19:39 Uhr
So kennen die Herberner, insbesondere die Sportler, Maria Aschoff: Bei Pommes und Würstchen ist sie nicht wegzudenken.
So kennen die Herberner, insbesondere die Sportler, Maria Aschoff: Bei Pommes und Würstchen ist sie nicht wegzudenken. Foto: Isabel Schütte

Sportmoderator Hansi Küpper hat es bei der SVH-Jubiläumsfahrt nach Mallorca auf den Punkt gebracht. „Sie ist die Kult-Person des SV Herbern. Sie rackert und tut, einfach nur überragend. Alle mögen und lieben sie in Herbern.“ Anschließend gab es von über 60 eingefleischten Anhängern des blau-gelben Sportvereins ein Danke-Ständchen für die 59-jährige. Die Rede ist natürlich von Maria Aschoff .

Seit über 20 Jahren steht sie beim SV Herbern bei den Heimspielen der ersten Mannschaft in der Pommesbude des Vereins. Ihre Mantaplatten sind legendär und ihr Kultstatus geht über die Herberner Grenzen hinaus.

Das Geheimnis ihres Erfolges verrät Maria so: „Ich bereite alles mit viel Liebe zu und das schmeckt man auch.“ Gewisse Grundeigenschaften müssen dennoch sein. Dabei werden nur Pommes mit acht Millimeter Dicke zubereitet und die Würstchen werden bei der Fleischerei Angelkort gekauft. Durch die vielen Jahre kennt Aschoff die Kundenwünsche ganz genau. „Der eine möchte sein Würstchen nur auf einer Pappschale, der nächste nur Currywurst ohne Pulver“, erzählt die Herbernerin. Die Frage, ob es ein besonderes Rezept für die Currysauce gibt, verneint sie. „Das ist gekaufte Sauce aus dem Großhandel, die wird nur angerührt. Das war´s auch schon.“

Zu dem Job ist Maria Aschoff zufällig gekommen. Ihre Söhne Michael, Thomas und Stephan hat sie im Jugendfußball stets begleitet. Als der SVH Ende der 1990er Jahre eine feste Besetzung für die Pommesbude suchte, meldete sich Maria bei Edeltraud Heitmann, die das an den damaligen Vorstand weitergab. Der Job war ihr sicher – den Kult-Status hat sie sich im Laufe der Jahre mehr als verdient.

Der zweite SVH-Vorsitzende Dieter Aschwer beschreibt Maria Aschoff in einem Satz: „Maria kann man nicht beschreiben. Maria muss man erleben.“

Für einen Verkaufsnachmittag inklusive Auf- und Abbau werden rund fünf Stunden Zeit eingeplant. Meistens geht es ganz gemächlich in der Pommesbude zu. Aber auf den Mund gefallen ist die 59-Jährige nicht. Wenn es dem einen oder anderem zu lange dauert und die Frage aufkommt ob es schneller geht, wartet derjenige nicht lange auf eine Antwort. „Man hat mir auch schon angeboten, die Pommesbude zu zweit zu stemmen, aber das ist nichts für mich. Ich bin eher die Einzelkämpferin. Bei mir sitzt jeder Griff und die Pommes wie auch die Bratwürstchen brauchen ihre Zeit“, stellt Aschoff fest.

Ihre Kunden sind dankbar und im Team der ersten Mannschaft des Sportvereins ist Manta-Maria ein fester Bestandteil. „Dieser Job macht mir unheimlich viel Spaß und ich möchte ihn nicht missen.“

Die derzeitige Zwangspause aufgrund der Corona-Krise versucht die Herbernerin so gut es geht zu überstehen. „Ohne die Bundesliga und meinen Pommesverkauf fehlt mir doch schon was am Wochenende. Ich freue mich jetzt schon, wenn die Zwangspause vorbei sein wird.“

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