Radwegebau an der Amelsbürener Straße
Erstes Stückchen ist bald fertig

Davensberg -

Nächste Woche kommt zum ersten Mal der Asphaltfertiger. Die Arbeiten am neuen Radweg Amelsbürener Straße laufen, aber nur mit großer Vorsicht.

Freitag, 03.04.2020, 20:06 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 20:10 Uhr
Das ers
Das ers Foto: Theo Heitbaum

Mit dem Fahrrad zur Arbeit, in den Zoo, das Museum oder einem Preußen-Besuch nach Münster. Damit die Leeze bei der Mobilitätswende zu den Gewinnern gehört, braucht es ordentliche Radwege. Das Veloroutenkonzept sieht sie in der Stadtregion Münster vor, aktuell wird der erste von vier Bauabschnitten an der Amelsbürener Straße in Davensberg umgesetzt. Beim Kreis Coesfeld plant Klaus Westrick den Radweg.

Im ersten Bauabschnitt werden der Radweg von der Davensberger Straße bis zur Brede gebaut und die Brücke über dem Emmerbach erneuert. 900 Meter ist das erste Teilstück lang. Es wird inklusive der Brücke, dem Grunderwerb und nötigen Ausgleichsmaßnahmen 1,1 Millionen Euro kosten. Vorgesehen ist, dass die Veloroute sich durch die drei Meter breiten Radwege auszeichnet. Im ersten Abschnitt bis zur Emmerbachbrücke werden es nur 2,50 Meter sein, der Rest wird drei Meter breit. Etwas schmaler wird der kurze Radwegeabschnitt zum Davensberger Waldstadion. Die Sportanlage anzuschließen, war ein weiteres Anliegen des Projektes.

Bauarbeiten in Davensberg

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  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Von der Davensberger Straße kommend werden Versorgungsleitungen umgelegt.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Von der Davensberger Straße kommend werden Versorgungsleitungen umgelegt.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Von der Davensberger Straße kommend werden Versorgungsleitungen umgelegt.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Von der Davensberger Straße kommend werden Versorgungsleitungen umgelegt.

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  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg:Einmündung Rinkeroder Weg mit dem neuen Radweg.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

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  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

    Foto: Theo Heitbaum
  • Bauarbeiten an der Amelsbürener Straße in Davensberg: Zwischen Brede und Rinkeroder Weg sind die größten Fortschritte sichtbar.

    Foto: Theo Heitbaum

Im ersten Schritt sind die Flächen gerodet worden. „Das muss zwischen dem 1. Oktober und dem 29. Februar geschehen“, informiert Westrick. Anschließend sei mit dem Radwegbau von der Brede aus gestartet worden. In der nächsten Woche werden vermutlich die ersten Bereiche asphaltiert. Dann soll auch der Abriss der Emmerbachbrücke beginnen. Aktuell legen Versorger ihre Leitungen neu.

Die Brücke ist einerseits zu schmal, um einen Radweg aufzunehmen. Außerdem staute sich gerade vor ihr der Emmerbach, wenn Hochwasserlagen waren. Westrick spricht von „hydraulischen Problemen“.

Zwei Schwierigkeiten haben sich bisher aufgetan: Der nasse Februar hat für Schlechtwettertage gesorgt. Dazu muss der Bereich intensiv auf Überbleibsel des zweiten Weltkriegs untersucht werden. Quasi auf der anderen Straßenseite ist 1945 ein Flieger abgestürzt (WN berichteten). „Sicherheit geht vor“, erklärt Westrick, dass vor dem Verlegen von Leitungen oder dem Einsatz der Bagger, der Kampfmitteldienst den Untergrund gewissenhaft erforscht. Aktuell verzögert sich das Ende der Arbeiten um einen Monat bis Ende Juli.

Die Strecke bis zum Klosterholz ist in vier Abschnitte unterteilt. Für das Stück über die Autobahnkuppe, so Westrick, sehe es ganz gut aus. Für den sechsstreifigen Ausbau der A 1 liege Baurecht vor. Straßen.NRW habe mitgeteilt, dass die Brücke über die Amelsbürener Straße zu den ersten Brücken gehören soll, die neu gebaut werden. Damit könnte schon im nächsten Jahr begonnen werden. Noch in diesem Jahr möchte man auch den Abschnitt vom Klosterholz bis zum Daverthauptweg angehen. Dazu seien aber noch Grundstücksverhandlungen zu führen. Durch die Kontaktsperre könnten aktuell keine Verträge geschlossen werden. Die Corona-Krise sorgt hier für Zwangspausen. Das Virus könnte auch die laufenden Arbeiten treffen, wenn sich etwa ein Mitarbeiter der Baufirma infiziere.

Wenn die drei Abschnitte realisiert seien, gebe es zusammen mit Wirtschaftswegen schon ein gutes Netz, informiert Westrick. Zwischen dem Daverthauptweg und der Autobahnkuppe, dem letzten Bauabschnitt, läuft im Moment das Bemühen um den Grunderwerb. „Das ist in den vergangenen Jahren deutlich schwerer geworden, die Bereitschaft zum Verkauf ist gesunken“; informiert Westrick.

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