Uschmann und Witt arbeiten mit Holtschulte zusammen
Mit viel Herz und Fantasie

Herbern -

Im Spiel Exploria ist Ben unschlagbar, in der Schule droht er sitzenzubleiben. Bis er entdeckt, dass er seine Fähigkeiten auch im echten Leben gebrauchen kann.

Samstag, 04.04.2020, 17:19 Uhr aktualisiert: 04.04.2020, 18:00 Uhr
Zum Trio, das „Bens legendäre Skills“ geschrieben hat, gehört auch Oliver Uschmann.
Zum Trio, das „Bens legendäre Skills“ geschrieben hat, gehört auch Oliver Uschmann. Foto: privat

Im Spiel Exploria ist Ben unschlagbar, in der Schule droht er sitzenzubleiben. Bis er entdeckt, dass er seine Fähigkeiten auch im echten Leben gebrauchen kann. So zum Beispiel in Erdkunde, wo er sich reale Orte mit der Landkarte aus dem Spiel erschließt. Schwierig wird es nur, wenn Fantasie und Wahnsinn nicht mehr auseinanderzuhalten sind. Ist das Experiment noch zu retten?

Von diesem Lernprozess erzählt der neu erschienene Jugendroman „Bens legendäre Skills – Liebe deine Endgegner“ aus dem Loewe-Verlag. Hinter dem Autor Som Goldberg verbirgt sich das Herberner Paar Sylvia Witt und Oliver Uschmann , das nun um die Cartoons von Zeichner Michael Holtschulte erweitert wurde. Die Anfangsbuchstaben des Trios ergeben den Vornamen Som.

Und auch Romanfigur Ben bestreitet seinen Weg nicht allein: Während er in Exploria auf Magier Wirrbart vertraut, kann er sich in der Realität auf Schwarm Emma und YouTuber Fadi verlassen. Mit ihren Ratschlägen schafft es Ben, sich besser in der Realität zu behaupten – auch wenn er letztlich selbst für sein Glück verantwortlich ist. Besonders bleibt im Gedächtnis, wie er seinem Mobber Manuel die Stirn bietet, nachdem dieser ein Video von einem gescheiterten Turnversuch ins Netz gestellt hat. Ben wird jedoch kein zweites Mal zur Lachnummer, sondern legt beim nächsten Mal vor laufender Kamera einen perfekten Aufschwung hin.

Uschmann und Witt demonstrieren nach ihrem Roman für ganz unterschiedliche Altersklassen erneut, wie gut sie verschiedene Perspektiven einnehmen können. In diesem Fall richten sie sich – ein wenig unkonventionell und mit viel Herz und Fantasie – an Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren. Mit ihrer Story werfen sie zudem ein anderes Licht auf das Klischee „Computerspielen lenkt vom Lernen ab“. Die eigene Leidenschaft für Videospiele kam dem Herberner Paar beim Entwerfen der Fantasiewelt entgegen.

„Som“ beweist nicht nur ein Herz für Außenseiter, sondern auch reichlich Humor. Bens Findungsprozess wird immer wieder durch Pointen aufgelockert, sowohl im Text als auch in den zahlreichen Illustrationen von Michael Holtschulte. Der Cartoonist ist ohnehin für seinen schwarzen Humor bekannt. Dazu greift er gekonnt das Thema auf, indem „Skills“ wie Mut, Diplomatie und Orientierung auf einer Skala von null bis zehn dargestellt werden.

Einer weiteren Zusammenarbeit zwischen Autoren und Cartoonist dürfte nichts im Wege stehen: Nach der Lektüre der über 200 Seiten scheint alles so, als ob Bens Weg noch nicht zu Ende ist.

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