Der lokale Lesetipp
Mit einem Ascheberger auf Wangerooge

Ascheberg -

Und plötzlich taucht im Ostfriesenkrimi ein Ascheberger auf. Das ist die Besonderheit beim 14. Band aus dem Hause Wolf.

Donnerstag, 09.04.2020, 20:42 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 09:24 Uhr
Der lokale Lesetipp: Mit einem Ascheberger auf Wangerooge
Foto: Theo Heitbaum

Klaus-Peter Wolf „Ostfriesenhölle“

Die Serie der Osterfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf lässt von Beginn an reale Menschen in den fiktiven Geschichten erscheinen. Beim 14. Band ist diesem Umstand das Mitwirken eines gebürtigen Aschebergers und früheren WN-Mitarbeiters geschuldet: Stefan Bergmann , groß geworden am Breil, ist aktuell Chefredakteur der Emder Zeitung. In dieser Eigenschaft gehört er zu einem kleinen Kreis von Journalisten, die zu einer Pressekonferenz auf Wangerooge eingeladen werden. Angesichts der kleinen Runde wähnt Bergmann sich bei Aufnahmen zur versteckten Kamera.

Nach einem eher mäßigen 13. Band mit einem erwartbaren Ende schafft „Ostfriesenhölle“ es, an den Lesespaß früherer Werke anzuschließen. Wolf entführt die Leser in die Welt von YouTube, die er mit dem bekannten Gehabe bedeutender Politiker verquickt. Zu den wichtigsten Schauplätzen zählt die Insel Langeoog. Der Handlungsbogen ist spannend, sodass ein fehlendes Fortentwickeln der bekannten Figuren kaum auffällt. Vielleicht hat Wolf sich das für den 15. Band „Osterfriesenzorn“ aufgehoben, der im nächsten Jahr erscheinen wird. Die ersten Bände rund um Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen sind schon verfilmt und im Samstagabendprogramm des ZDF gezeigt worden.

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