Bahndamm wird saniert
Rammen ist auf einem guten Weg

Ascheberg -

Glaubt man den Angaben der Deutschen Bahn, liegen die Arbeiten am maroden Bahndamm zischen Ascheberg und Davensberg sowie zwischen Werne und Lünen im Plan. Das hieße dann auch, dass die Strecke, wie avisiert, am 12. August für den normalen Betrieb wieder geöffnet werden könnte. Gute Nachrichten insbesondere für die vielen Pendler

Sonntag, 26.04.2020, 15:08 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 19:58 Uhr
Auf und am Bahndamm zwischen Ascheberg und Davensberg wird mit mehreren Kolonnen gearbeitet.
Auf und am Bahndamm zwischen Ascheberg und Davensberg wird mit mehreren Kolonnen gearbeitet. Foto: Theo Heitbaum

„Die Arbeiten laufen derzeit nach Zeitplan.“ Das ist eine der wenigen Aussagen der Deutschen Bahn zu den Arbeiten am maroden Damm zwischen Ascheberg und Davensberg sowie zwischen Werne und Lünen. Dazu wird vermeldet, dass am Termin 12. August zur Wiederaufnahme des Bahnbetriebs – Stand heute – festgehalten werden kann. Die größte Infrastruktur-Maßnahme in der Region führt aber besonders bei Pendlern zu Fragen. Klappt es mit dem Rammen entlang der Gleise? Etwas mehr hat Landtagsabgeordneter Dietmar Panske (CDU) von der Bahn erfahren. Sie schreibt auf seine Fragen: „Es gibt noch keinen Abschnitt, der für die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs vollständig saniert wurde. Auf Grund der ausgeprägten Linienbaustelle laufen die verschiedenen Arbeitsschritte nacheinander über die Länge der beiden Abschnitte. Teilarbeiten konnten jedoch in einzelnen Bereichen bereits abgeschlossen werden.“ So seien zwischen Ascheberg und Davensberg die Rammarbeiten über die Hälfte des Umbauabschnittes in Ascheberg erfolgt. Dabei werden Spundwände von bis zu neun Metern Länge in einem neu entwickelten Verfahren zu beiden Seiten der Gleise in den Bahndammmergel gerammt. Sie werden miteinander verbunden. Diese Konstruktion soll den Bahndamm dauerhaft sichern. Notwendig geworden waren die Arbeiten, weil im Dürresommer 2018 Risse am Bahndamm aufgetreten waren. Sommerfrost machte ihm so zu schaffen, dass der Fernverkehr von der Strecke genommen wurde und die Eurobahn die betroffenen Abschnitte nur mit reduzierter Geschwindigkeit passierten durfte.

Arbeiten auch nachts und an Wochenenden nötig

Seit Anfang Januar laufen nun die Sanierarbeiten. Während das Rammen also gut vorankommt, müssen andere Dinge warten, wie die Bahn schreibt: „Insbesondere die Arbeiten am Gleisoberbau und der Oberleitungsanlage können jedoch in Gänze erst zum Ende der Maßnahme wieder hergerichtet werden.“

Aktuell, so die Bahn, werde planmäßig in den beiden Umbauabschnitten parallel gearbeitet. Durch die Linienbaustelle werden an verschiedenen Stellen der Abschnitte auch unterschiedliche Arbeitsschritte gleichzeitig ausgeführt, beispielsweise vor Haus Romberg mit dem Einrammen der Spundwände, etwas weiter zurück nach Ascheberg mit dem Verspannen dieser Wände mittels Ankerstangen sowie verschiedenen Erdbauarbeiten.

In beiden Sanierabschnitten gibt es jeweils eine definierte Arbeitsrichtung, in die gearbeitet wird, beispielsweise von Werne Richtung Lünen und von Ascheberg Richtung Davensberg. Die Bahn schreibt: „Da der Umbauabschnitt im Bereich Ascheberg mit etwa zwei Kilometern Länge deutlich kürzer als der in Werne (etwa 3,5 Kilometer) ist, wird nach Abschluss der Rammarbeiten im Bereich Ascheberg die Kolonne um das Rammgerät zusätzlich im Abschnitt Werne eingesetzt. Eine Reduzierung der Arbeitskolonnen ist auch nach Abschluss der vollständigen Arbeiten in Ascheberg nicht geplant, da diese planmäßig den Bereich Werne ergänzen werden. Hier wird dann von beiden Seiten des Abschnittes aufeinander zu gearbeitet.“

Im Vorfeld hatte die Bahn erklärt, dass nachts und am Sonntag nicht gearbeitet werden solle. Diese Zeit sei Puffer für Mehrarbeit, um den 12. August als Wiedereröffnungstermin halten zu können. Der Puffer ist schon genutzt worden, wie Anlieger der Strecke den WN geschildert haben und wie nun auch die Bahn selbst schreibt: „Auf die im Bauablauf üblich auftretenden Herausforderungen wird flexibel reagiert – teilweise werden auch Arbeiten in Nachtschichten und auch vereinzelt an Wochenenden ausgeführt.“

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