Bürgerschützenfest offiziell abgesagt
Endlich Klarheit

Herbern -

Nun ist es raus: Das Fest der Herberner Bürgerschützen – Termin wäre der 12. bis 14. Juni gewesen – fällt Corona-bedingt ins Wasser. Für den BSV ist das insofern eine gute Nachricht, dass die Verantwortlichen nun endlich Planungssicherheit haben.

Dienstag, 05.05.2020, 18:47 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 18:58 Uhr
Das Bürgerschützenfest – hier eine Aufnahme aus dem Vorjahr – fällt in diesem Jahr aus.
Das Bürgerschützenfest – hier eine Aufnahme aus dem Vorjahr – fällt in diesem Jahr aus. Foto: Heitbaum

Dass die Herberner Bürgerschützen Mitte Juni tatsächlich ihren neuen Regenten ausschießen, davon sei niemand ernsthaft ausgegangen, betont deren Geschäftsführer Tobias Temmann : „Uns war seit Wochen klar, dass das Fest aufgrund der Kontaktbeschränkungen ausfallen würde.“ Nur offiziell abgesagt wurde die dreitägige Sause eben nicht. Denn: Der BSV fürchtete Regressforderungen seiner Vertragspartner. Festwirte, Zeltbauer, Musiker, Sicherheitsdienst, Pferdeverleiher: Da hätte einiges zusammenkommen können.

Der Wunsch der Bürgerschützen: Damit nicht sie am Ende auf den Kosten sitzen bleiben, möge doch bitte das Ordnungsamt der Gemeinde Ascheberg die Großveranstaltung canceln. Muss es aber gar nicht, wie Fachgruppenleiter Rolf Kehrenberg ausführt: „Mit dem Erlass der Landesregierung vom 4. Mai liegt der Fall klar. Volksfeste, Jahrmärkte und dergleichen sind zunächst bis zum 31. August gestrichen.“

Heißt: Der BSV hat erstens Planungssicherheit und muss zweitens keine juristischen Folgen befürchten. Das sei dann höhere Gewalt, so Kehrenberg, der auf einen rechtlich vergleichbaren Fall bei der Ascheberger Kirmes verweist, die vor fünf Jahren wegen eines Unwetters erst mit einem Tag Verspätung begonnen hatte.

„Wir sind froh, dass wir endlich aus der Nummer raus sind“, begrüßt Temmann die Entscheidung aus Düsseldorf. Allzu lange hätten Bund und Land die Veranstalter diesbezüglich im Unklaren gelassen. Etwa in der Frage, wie genau eine „Großveranstaltung“ zu definieren sei.

Dass das Schützenfest später im Jahr nachgeholt wird, sei eher ausgeschlossen: „Schon jetzt sind die ersten Oktoberfeste in der Region abgesagt. Wer weiß denn seriös, wie lange uns die Corona-Krise noch begleitet?“ Allenfalls denke man in Herbern über ein Schützenbiwak im Spätsommer nach, ergänzt BSV-Chef Karsten Nägeler.

Temmanns Mitgefühl gilt jenen Schützenbrüdern in der Nachbarschaft, die nur alle zwei Jahre feiern. „Wir dagegen“, so der BSV-Geschäftsführer, „sind jedes Jahr dran – und freuen uns umso länger auf 2021.“

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