Monika Verspohl kandidiert fürs Bürgermeisteramt
„Bürgernah in die Gänge kommen“

Ascheberg -

„Wirkungsvoll gestalten“ möchte Monika Verspohl aus dem Bürgermeisteramt heraus, um das sie für die SPD kandidiert. Die 40-Jährige, die beruflich im Bereich Presse/PR tätig ist, sieht in Ascheberg viele gute Ansätze.

Samstag, 16.05.2020, 06:22 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 17:40 Uhr
Monika Verspohl geht für die SPD Ascheberg als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen. Nach der Kommunalwahl am 13. September möchte sie sich im Rathaus federführend für die Weiterentwicklung der Gemeinde einsetzen.
Monika Verspohl geht für die SPD Ascheberg als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen. Nach der Kommunalwahl am 13. September möchte sie sich im Rathaus federführend für die Weiterentwicklung der Gemeinde einsetzen. Foto: Siegmar Syffus

Die Ascheberger haben am 13. September die Wahl, wer die Nachfolge von Bürgermeister Dr. Bert Risthaus antreten soll. Neben dem CDU-Kandidaten Thomas Strohldreier bewirbt sich mit der SPD-Kandidatin Monika Verspohl zum ersten Mal eine Frau um dieses Amt. Thomas Strohldreier ist seit Anfang 2019 Fachbereichsleiter „Ordnung und Soziales“ im Ascheberger Rathaus. Die 40-jährige PR-Managerin, die mit ihrem Mann in Coesfeld lebt, ist den Aschebergern allerdings noch weitgehend unbekannt.

Anspruch: Ascheberg als lebenswerteste Kommune

„Mein Ziel ist es, Ascheberg lebendiger und zur lebenswertesten Kommune im Münsterland zu machen. Hier läuft zwar schon vieles sehr gut, trotzdem gibt es einige Baustellen“, sagt Verspohl. Beispielsweise müsse es möglich sein, dass für jedes Einkommen auch passender Wohnraum in der Gemeinde zu finden ist. Ebenso sei aus ihrer Sicht eine bessere Unterstützung von Familien mit Kindern wünschenswert.

„Ich stamme gebürtig aus dem Bergischen Land, aus der 15 000-Einwohner-Stadt Hückeswagen, die ähnlich geprägt ist wie Ascheberg. In meiner Kindheit habe ich dort erlebt, dass der Ort in einem Dornröschenschlaf lag. Ein neuer Bürgermeister hat damals die Leute mitgenommen und die Verwaltung bürgernah gestaltet. Von daher weiß ich, wie wichtig es ist, in die Gänge zu kommen. Das Bürgermeisteramt gibt die Möglichkeit wirkungsvoll zu gestalten“, führt die Kandidatin aus, die sich selbst als logisch und analytisch denkend, empathisch und geduldig charakterisiert. „Ich bin ein handelnder Mensch, jemand, der anpackt. Und ich bin jemand, der optimistisch ist, dass sich die Dinge zum Besseren verändern lassen“, fügt sie hinzu. In ihrer Freizeit kocht und liest sie gerne („ziemlich breitgestreut“), entspannt sich bei Kinobesuchen und engagiert sich im „Arbeitskreis kommunales Kino. Einen besonderen Fabel hat sie für Frankreich („das ist mein Lieblingsreiseland“).

Zur Person

Monika Verspohl ist in Hückeswagen im Bergischen Land aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Romanistik, Geschichte und Informationswissenschaft in Düsseldorf. Anschließend absolvierte sie ein Volontariat zur Zeitungsredakteurin beim Remscheider General Anzeiger. 2013 wechselte sie, wie sie sagt, „der Liebe wegen“, zu ihrem Mann ins Münsterland. Mittlerweile arbeitet sie in einer Agentur in Haltern als PR-Managerin. Sie berät verschiedene gewerbliche Kunden aus dem Bereich „technische Gebäudeausstattung“ in Sachen Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritt und Pressekontakte.Seit 2012 engagiert sie sich kommunalpolitisch für die SPD, zunächst in ihrem Heimatort, anschließend im Münsterland. „Seit 2018 bin ich stellvertretende Vorsitzende im SPD-Unterbezirk und arbeite dort mit Johannes Waldmann zusammen. Er hat mich angesprochen, ob ich mir eine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Ascheberg vorstellen kann“, schildert Monika Verspohl.

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Ihre politische Heimat hat sie von je her in der SPD . Einsatz für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit liegen ihr besonders am Herzen, betont die Kommunalpolitikerin: „Ich stamme aus einer typischen Arbeiterfamilie. Mein Vater war Lagerist, meine Mutter Hausfrau. Wir selbst sind zwar immer gut klargekommen. Ich weiß aber durch Freunde und Bekannte, wie schwierig es für Alleinerziehende oder für Senioren mit kleiner Rente sein kann. Engagement für diejenigen, die nicht gesehen werden, ist mir wichtig“, unterstreicht die Kandidatin.

Wahlkampf unter schwierigen Voraussetzungen

Monika Verspohl möchte ihre Vorstellungen, Perspektiven und konkreten Ziele bis zur Kommunalwahl am 13. September gerne vor Ort und auf direktem Weg darstellen. Daher bedauert sie, dass der Wahlkampf aktuell nur „sehr komprimiert“ stattfinden kann. „Ich hoffe aber, dass es im Rahmen der Corona-Auflagen möglich sein wird, die Menschen in kleiner Runde persönlich zu treffen. Mittlerweile sind viele Leute aber auch darin geübt, Video-Konferenzen zu nutzen“, sagt die Kommunalpolitikerin. „Wir erarbeiten gerade neue Konzepte und Strategien, damit ich in den verbleibenden vier Monaten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger näher kennenlernen kann. Der digitalisierte Wahlkampf wird eine Rolle spielen – aber nicht nur. Wer Interesse hat, mich kennenzulernen, sollte nicht zögern, mich anzusprechen. Ich freue mich darüber“, betont Monika Verspohl, die über ihre Homepage kontaktiert werden kann.

 

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