Heimatverein Herbern stellt Pflanzen vor (5)
Waldmeister verströmt Duft

Herbern -

Der Waldmeister ist bei den heimischen Pflanzen an der Reihe.

Sonntag, 31.05.2020, 18:41 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 14:06 Uhr
Der Waldmeister verströmt seinen ganz eigenen Duft.
Der Waldmeister verströmt seinen ganz eigenen Duft. Foto: Budde

In den vergangenen Wochen verströmte der Waldmeister seinen Duft in lichten Laubwäldern. Verantwortlich für den typischen ist der Aromastoff Cumarin. Nicht zufällig erinnert der Duft an Heu. Er kommt auch in einigen Gräsern und neben dem Waldmeister in anderen Pflanzen wie dem Steinklee, sowie in Datteln, Tonkabohnen und Zimt vor. Cumarin steht im Verdacht, Leber- und Nierenschäden oder Tumore auszulösen, daher ist beim Genuss Vorsicht geboten, heißt es in der fünften Folge der Pflanzen-Reihe des Heimatvereins Herbern, die etwas zu lange in der Redaktion auf ihre Veröffentlichung gewartet hat.

Nach der Blüte steigt der Cumaringehalt im Waldmeister. Geerntet wird deshalb am besten vor oder während der ersten Blütezeit im Mai. Da Cumarin in höherer Dosis für Kopfschmerzen, Benommenheit oder sogar Leberschäden sorgen kann, sollte man ihn sparsam dosieren. Man rechnet etwa drei Gramm Waldmeister für einen Liter Flüssigkeit – wenn man damit etwa die beliebte Maibowle zubereiten möchte. Tipp: Man pflückt die obersten Blattetagen von noch nicht blühenden Pflanzen und lässt diese etwa zwei Tage anwelken. Erst dann entsteht das typische und gewollte Aroma.

Dem Waldmeister zum Verwechseln ähnlich ist das weit verbreitete Kletten-Labkraut. Dieses ist allerdings ungiftig und lässt sich leicht durch die vielen Klettborsten an den Blättern, über die der Waldmeister nicht verfügt, identifizieren.

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