Kinderbetreuung in den Ferien
Gemeinde muss mitmischen

Ascheberg -

Schulen und Kitas waren geschlossen, jetzt droht die bisher gut funktionierende Ferienbetreuung wegzubrechen. Die SPD fordert deswegen, dass die Gemeinde mit voller Kraft an der Seite der Ehrenamtlichen Lösungen schaffen soll.

Samstag, 30.05.2020, 14:36 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 13:58 Uhr
Ferienangebote wie im Jahr 2019 wird es im Sommer 2020 nicht geben. Die SPD fordert eine konzertierte Aktion mit der Gemeinde als Motor.
Ferienangebote wie im Jahr 2019 wird es im Sommer 2020 nicht geben. Die SPD fordert eine konzertierte Aktion mit der Gemeinde als Motor. Foto: Theo Heitbaum

Eltern machen sich Sorgen über die Betreuungssituation in den anstehenden Sommerferien und Kinder brauchen dringend abwechslungsreiche Ferienangebote. Daher ist es richtig, dass Politik und Verwaltung sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen, heißt es in einer Mitteilung der SPD . Aus ihrer Sicht greift ein Antrag der CDU , einen „Runden Tisch für Betreuung und Ferienmaßnahmen“ ins Leben zu rufen, zu kurz. „Das wird nach unserer Einschätzung dem Thema und den Sorgen der Eltern und Kinder nicht gerecht. Gleichzeitig wird der Druck auf Träger, Fachkräfte und Ehrenamt durch den Antrag erhöht. Diese sind bedroht, im Regen stehen gelassen zu werden“, erklärt Vorsitzender Volker Brümmer .

Tatsächlich scheint die aktuelle Version der Coronaschutzverordnung die zum 30. Mai in Kraft tritt, erste Möglichkeiten gegebenenfalls dezentral und in kleinen Gruppen Angebote für Kinder zu organisieren. Die SPD verweist auch auf eine fachliche Auseinandersetzung mit den Empfehlungen des LWL-Landesjugendamtes, die sich vor allem auch an die Fachkräfte in den verschiedenen Bereichen richtet.

Auf dieser Basis sollte dann unter Beteiligung der Fachkräfte aus Schule, Schulsozialarbeit, Oja, ÜbM und Kita, sowie den verantwortlichen Sportvereinen und Jugendverbänden ein klarer Rahmen für die Durchführung von Betreuungs- und Ferienmaßnahmen durch die Verwaltung der Gemeinde für Ascheberg erarbeitet werden. Er könne den Trägern und Vereinen eine klare Orientierung und Handlungssicherheit geben. Eine Beratung durch die Fachleute des Kreisjugendamts wäre dazu unerlässlich.

Die SPD fordert, dass der Prozess der Planung und Koordinierung im Hinblick auf die Sommerferien unverzüglich und intensiv durch Personal der Gemeinde unterstützt wird. Räumliche Kapazitäten müssten ausreichend in Schulen, Sporthallen und in weiteren öffentlichen Gebäuden zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus müsse die Gemeinde zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Mehrkosten der Träger müssten übernommen werden. Die Sozialdemokraten schlagen vor, zusätzlich einen Betrag von 50 000 Euro für erste Ideen und Projekte zum unbürokratischen Abruf für die Sommerferien bereitzustellen.

Brümmer appelliert abschließend: „Wenn wir die Eltern in der Gemeinde entlasten wollen und den Kindern in den Sommerferien gute Erlebnisse bieten wollen, müssen wir das mit gesammelten Kräften tun, zumal die Sommerferien mit großen Schritten nahen und die Beteiligten schon lange in der Planung sind!“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7429064?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachrichten-Ticker