TuS und Gemeinde investieren Landesmittel in Duschen und Digitalpaket
Warmes Wasser für alle Sportler

Ascheberg -

Wer zu spät kommt, duscht kalt. Dass eine später gebaute Umkleide und die Sporthalle miteinander konkurrieren, soll bald der Vergangenheit angehören. Das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ fließt auch noch in die Digitalisierung im Bereich von Halle und Fußballplatz.

Montag, 01.06.2020, 13:58 Uhr aktualisiert: 01.06.2020, 14:06 Uhr
Bei einem Pressetermin sahen sich Maximilian Sandhowe, Kathrin Mühlenbäumer, Thomas Stohldreier, Rainer Zahlten, Dietmar Panske und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus an, wie die rund 45 000 Euro des Landes ausgegeben werden sollen.
Bei einem Pressetermin sahen sich Maximilian Sandhowe, Kathrin Mühlenbäumer, Thomas Stohldreier, Rainer Zahlten, Dietmar Panske und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus an, wie die rund 45 000 Euro des Landes ausgegeben werden sollen. Foto: Theo Heitbaum

„Moderne Sportstätte 2022“ heißt ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen, das Kommunen und Vereinen helfen soll, Sportstätten zu modernisieren. Damit ist schon klar, dass es ein Zusammenspiel mehrerer Beteiligter geben muss. „Bei uns hat das wunderbar geklappt“, erklärte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus bei einem Pressetermin am Sportgelände Nordkirchener Straße. Landtagsabgeordneter Dietmar Panske ( CDU ) nutzte die Gelegenheit, um die Förderzusage der Staatskanzlei zu überbringen. Demnach erhält der TuS Ascheberg für die Modernisierung der Warmwasserversorgung im Solitärgebäude 35 735 Euro (Gesamtkosten: 43 993 Euro) und für die Digitalisierung und technische Modernisierung der Sporthalle 10 048 Euro (Gesamtkosten: 11 298 Euro).

Vorgabe des Landes „mustergültig umgesetzt“

„Hier ist die Vorgabe des Landes mustergültig umgesetzt worden“, lobte Panske Gemeinde und Verein.

„Wir haben uns in der Gemeinde schon früh auf den Weg gemacht“, berichtete TuS-Vorsitzender Rainer Zahlten. Mit den anderen Vereinen, so TuS-Geschäftsführerin Kathrin Mühlenbäumer, habe es harmonische Treffen gegeben. Der TuS hatte dort zwei Projekte vorgebracht. Bei den Duschen ist es bisher so, dass eine später gebaut Umkleide und die Sporthalle miteinander konkurrieren. Wer zu spät kommt, duscht kalt. Künftig sollen beide Systeme getrennt werden. „Wir werden im bisherigen Kreideraum einen Behälter mit 6000 Litern aufstellen“, informierte Zahlten. Die Duschen in der neuen Umkleide werden ausgetauscht und mit einem Taster versehen, so dass ein Dauerbetrieb nicht möglich ist. Die Fußbodenheizung werde ertüchtigt und ein besserer Abzug der feuchten Luft angestrebt. Zahlten erwartet, dass die Wasserkosten des Vereins durch diese Maßnahme sinken werden.

Digitaltechnik hält Einzug

Darüber hinaus wird die gesamte Anlage digitalisiert. Im Wettkampfsport ist es mittlerweile so, dass bei Spielen digitale Berichte erstellt werden. Mit neuester Technik soll es in der Halle und auf dem Fußballplatz möglich sein, etwa eine Passkontrolle per Tablet zu erledigen. „Das wird uns eine Menge Geld sparen, auch den Ehrenamtlichen“, ist Mühlenbäumer überzeugt. Denn oft genug sei es bisher so gewesen, dass Mitglieder sich über Smartphone bei den Verbänden angemeldet hatten, um Daten einzugeben. Zum Digitalpaket gehören auch Fernseher und eine Kamera, die Bilder von der Halle in den Vorraum liefert. Das habe sich beim Davertpokal schon ausgezahlt. Künftig soll die Technik bei Schulungen und Videokonferenzen helfen.

TuS und Gemeinde beziffern die Gesamtkosten auf 120 000 Euro. Einen Teil übernimmt die Kommune, den Rest der Verein. Gemeinsam dürfte man weiter überlegen, was nötig ist. „Das Programm dürfte verlängert werden“, informierte Panske.

Bürgermeister Risthaus nutzte die Gelegenheit, sich vom TuS zeigen zu lassen, unter welchen Voraussetzungen aktuell Sport getrieben werden kann. „Das ist sehr gut ausgearbeitet und vorbereitet worden“, kommentierte Fachbereichsleiter Thoms Stohldreier.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7431555?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachrichten-Ticker