Naturschutzaktion des Hegerings Ascheberg
Wildacker und Blühfläche angelegt

Ascheberg -

Ein Dorado für Insekten, Futter für Wildtiere: Der Hegering Ascheberg hat in Absprache mit der Gemeinde und dem Jagdpächter eine Fläche am Vennkamp frisch eingesät.

Freitag, 05.06.2020, 17:45 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 13:24 Uhr
Idee und Tat auf einem Bild: Theo Wismann sät die Wildacker-Mischung aus. Max Schrooten und Eva-Maria Raters stellten mit ihm bei einem Pressetermin das Projekt vor.
Idee und Tat auf einem Bild: Theo Wismann sät die Wildacker-Mischung aus. Max Schrooten und Eva-Maria Raters stellten mit ihm bei einem Pressetermin das Projekt vor. Foto: Theo Heitbaum

Ein Dorado für Insekten, Futter für Wildtiere: Der Hegering Ascheberg hat in Absprache mit der Gemeinde und dem Jagdpächter eine Fläche am Vennkamp frisch eingesät.

Für Spaziergänger nicht zu erahnen ist, dass hinter Bäumen und Sträuchern, die das Regenwasser-Überlaufgebiet zwischen B 58 und Vennkamp eingrenzen, eine offene Fläche liegt. Bisher wuchs hier vorwiegend Gras. „Wir haben uns gedacht, dass die Fläche besser genutzt werden kann“, berichtet Max Schrooten. Eva-Maria Raters ergänzt: „Der Jagdpächter und die Gemeinde, der die Fläche gehört, sind gefragt worden. Sie waren einverstanden.“ Der Weg von der Idee zur Tat führte zu Theo Wismann . Er hat eine Fräse mit aufgebauter Sämaschine. Mit ihr ist der Ascheberger beim Pressetermin auf der Fläche aktiv. Dort, wo er schon unterwegs war, ist vom bisherigen Bewuchs nichts mehr zu sehen. Dafür sind mehrjährige Samenmischungen eingebracht worden. Im ersten Teil wurden vorwiegend blühende Pflanzen gesät. „Da werden Bienen und Insekten ihre Freude haben“, ist Wismann überzeugt. Beim Blick auf den Inhalt einer Wildacker-Mischung sieht Jens Tapper genügend Pflanzen für ein äsende Besucher des Areals. Was fehlt ist Regen. Immerhin ist für die nächsten Tage nicht nur Trockenheit angesagt. Die offene Fläche ist etwa 0,6 Hektar groß. Um sie herum ist ein Biotop entstanden, das im Frühjahr sogar für einen gesperrten Vennkamp sorgt, weil Kröten und Frösche aus dem Gebiet zu den Teichen hüpfen. Die Gemeinde lässt das Gebiet übrigens einzäunen, weil Hunde aus der Fläche gehalten werden sollen.

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