25 Jahre Seniorenunion Ascheberg
Polit-Rentner feiern Jubiläum

Ascheberg -

In gemütlicher Runde über aktuelle Politik fachsimpeln, seine Meinung sagen, aber entspannt bleiben. Das ist seit 25 Jahren die Devise der Seniorenunion Ascheberg.

Montag, 22.06.2020, 08:00 Uhr
Richard Großerichter, Angelika Högemann, Gerd Gräwe, Heinz Freisfeld, Josef Bernsmann und Ludger Goßheger leiten die Seniorenunion heute.
Richard Großerichter, Angelika Högemann, Gerd Gräwe, Heinz Freisfeld, Josef Bernsmann und Ludger Goßheger leiten die Seniorenunion heute. Foto: Theo Heitbaum

Ein kurzes Nicken reicht, dann sind sich Richard Großerichter , Heinz Freisfeld und Ludger Goßheger einig: Nach teilweise jahrzehntelanger Arbeit im Ascheberger Gemeinderat drängt es das Trio nicht dazu, sich aktiv in die Tagespolitik einzubringen. Ihr Wunsch ist, sich weiter über die politischen Dinge in Bund, Land, Kreis und besonders Gemeinde austauschen, alte Mitstreiter in gemütlicher Runde zu treffen und so die Gemeinschaft zu pflegen. Heute vor 25 Jahren wurde genau sie aus der Taufe gehoben: Die Seniorenunion Ascheberg. Zusammen mit Josef Bernsmann, Gerd Gräwe und Angelika Högemann hatte das Trio schon alles für eine Jubiläumsfeier geplant. Mit dem früheren Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling war ein Festredner gebucht. „Leider können wir nicht feiern“, ist sich Vorsitzender Richard Großerichter angesichts der Corona-Auflagen bewusst und doch traurig. Gerne hätte er Josef Farwick , Josef Selhorst und Ludger Goßheger als Gründungsmitglieder geehrt. Das ist aufgeschoben: „Vielleicht schaffen wir es im Herbst.“

Der Name Farwick führt ins Jahr 1995. Als Kreisvorsitzender der Seniorenunion forcierte der Herberner die Pläne, einen Ascheberger Gemeindeverband zu gründen. Er war am 22. Juni ebenso dabei wie CDU-Gemeindeverbandschef Ludger Wobbe, die Vorsitzende der Frauenunion, Maria Schulte-Loh, und JU-Vorsitzender Alexander Ruhe.

Seniorenunion am 22. Juni 1995: Werner Hasse, Ludger Wobbe, Josef Farwick, Jan Rudolf Freiherr von Twickel, Willi Finger.

Seniorenunion am 22. Juni 1995: Werner Hasse, Ludger Wobbe, Josef Farwick, Jan Rudolf Freiherr von Twickel, Willi Finger. Foto: WN-Archiv

15 Mitglieder ließen sich auf die Seniorenunions-Liste eintragen. Den Vorsitz übernahm Jan Rudolf Freiherr von Twickel, Vertreter wurde der Herberner Willi Finger. Als Schriftführer verfasste Werner Hasse erste Einladungen. Im Herbst stieß mit Hildegard Schübbe die erste Frau zur Runde. 2009 wurde von Twickel aus dem Vorstand verabschiedet, Hubertus Leineweber übernahm. Er reichte den Staffelstab 2015 an Großerichter weiter.

Besonders stolz ist die Runde auf die Fahrten, die Gemeinschaft über Ortsgrenzen hinweg gestiftet und erhalten hat. Ob Berliner Bundestag , Erfurter Landtag oder eine Drei-Ländertour mit Station in Aachen, Lüttich und Maastricht – oft waren die Reiseziele politisch angehaucht.

Trotz vieler Fahrten sind interessante Ziele geblieben. Die Fahrt zur Meyer-Werft in Papenburg musste im Frühjahr ausfallen uns soll im April 2021 nachgeholt werden. Die Glockengießerei Gescher steht dann ebenfalls im Fokus. Was Anfang Oktober mit der ausgebuchten Tour nach Leipzig, Halle und Erfurt passiert, ist offen. Die Seniorenunion hofft, am 26. August den Betrieb von Franz und Stefan Krampe besichtigen zu können. Anschließend will man sich am Grill mit Thomas Stohldreier treffen. Und damit steht das an, was sich in 25 Jahren als Lieblingsaktivität herauskristallisiert hat: In gemütlicher Runde über aktuelle Politik fachsimpeln, seine Meinung sagen, aber entspannt bleiben.

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