„DAH-Igelgruppe“
Mit dem Igel lassen sich viele Arten schützen

Ascheberg -

Mit einem naturnahen Garten und seiner richtigen Pflege lassen sich viele Arten schützen, nicht nur Igel. Darauf macht die DAH-Igelgruppe aufmerksam.

Dienstag, 23.06.2020, 07:29 Uhr
Wie lässt sich Igelschutz betreiben, was ist dabei zu beachten – eine Gruppe im Ascheberger Klimaforum gibt Antworten.
Wie lässt sich Igelschutz betreiben, was ist dabei zu beachten – eine Gruppe im Ascheberger Klimaforum gibt Antworten. Foto: Privat

Im Ascheberger Klimaforum ist eine Gruppe „Nachhaltiges DAH“ aktiv. Dort ist auch die DAH-Igelgruppe als Ableger der NABU-Gruppe im Kreis Coesfeld beteiligt. Sie stellte jetzt ihre Arbeit vor. Natürlich wurden bei dem ersten Treffen die behördlich angeordneten Hygiene- und Verhaltensregeln eingehalten, heißt es in einer Mitteilung.

Nachhaltige Aufklärung ist der Gruppe wichtig – denn durch naturnahe Gärten, wilde Ecken, Laub- und Totholzhaufen erhalten die Menschen nicht nur Lebensraum für den Igel sondern auch für Insekten, Vögel und Amphibien. Artenschutz im eigenen Garten der Umfeld und das Vermeiden des Einsatzes von Gift, Kunstdünger und Pflanzenschutz sind dabei ebenso Thema wie der verantwortungsbewusste Einsatz von Tellersensen und Heckenscheren. Rasenmähroboter verursachen schlimmste Verletzungen, nicht nur an Igeln und sollten – wenn überhaupt – nur tagsüber und unter Aufsicht verwendet werden. Alle waren sich einig, dass ein nächtlicher Einsatz unverantwortlich sei.

Das Ziel der Gruppe soll sein, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, sodass der Finder den Igel selbst beim Igelkundigen Tierarzt vorstellt, gegebenenfalls Vorort behält oder zumindest zur Auswilderung zurück nimmt, wenn das aufgrund äußerer Bedingungen möglich ist.

Keine finanzielle Unterstützung für Ehrenamtliche

Da weder der Bund, das Land, der Kreis oder die Gemeinden eine finanzielle Unterstützung in ihren Etats vorsehen, geschweige denn hierzu verpflichtet sind, sei die Finanzierung dieses Projektes schwierig. Der Schutz von Igeln, die vielerorts bereits als bedrohte Art gelten, ist zwar im Bundesnaturschutzgesetz vorgesehen, jedoch ohne, dass eine finanzielle Unterstützung der aktiven Ehrenamtlichen vorgesehen ist.

Es gab einige Ideen zu Aktionen zur Igelunterstützung: Igel-Patenschaften, entweder als Einmalbeitrag oder monatliche Unterstützung, vielleicht sogar auf einen bestimmten Schützling bezogen mit Urkunden und Newsletter. Nachgedacht wurde über das Herstellen von Windlichtern, Kissen, Taschen oder ähnliches, die gegen eine Spende abgegeben werden. Sobald es wieder möglich sei, möchte man Info-Stände aufbauen und Schulen sowie Kitas besuchen. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen für Info-Aktionen ist gewünscht.

Die erfolgreiche Aktion, selbst genähte Alltagsmasken für Kinder und Erwachsene gegen eine Spende abzugeben, wird fortgeführt. Mitmachen und unterstützen ist jederzeit gewünscht und möglich, Kontakt über line.stermann@gmail.com.

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