Kinderschützenfeste im Schaufenster-Museum des Heimathauses
Standesgemäß – mit Opas Zylinder

Herbern -

Wie wurde frühe Kinderschützenfest gefeiert – das Heimathaus zeigt Beispiele.

Montag, 22.06.2020, 20:20 Uhr
1938 beim Sommerfest des Kindergartens: Alle haben sich für das Fest Kinderschützenfest fein gemacht – auch die Mütter.
1938 beim Sommerfest des Kindergartens: Alle haben sich für das Fest Kinderschützenfest fein gemacht – auch die Mütter. Foto: Vertgewall/HV Herbern

Im Schaufenster-Museum des Heimathauses kann man auch eine Königskette der Kinderschützen aus der Bauernschaft Ondrup bewundern. Wie die Plaketten zeigen, wurde zwischen 1956 und 1970 regelmäßig ein Kinderschützenkönigspaar gekürt. Ein altes Foto von 1958 aus dem Familienalbum von Mechthild Zimmermann zeigt anschaulich, dass auch auf die Etikette geachtet wurde und ein ordentlicher Königszug aufgestellt wurde.

Die Königinnenkrone war zwar selbstgebastelt – aber immerhin aus Goldpapier. Für den jungen König musste der Zylinder von Opa herhalten – natürlich mit Blumen umkränzt, wie auch die herrschaftliche Kutsche. Das junge Königspaar Mechthild Deitermann und Wolfgang Burghard wusste sich als neue Majestäten würdevoll zu präsentieren. Die Damen trugen zumeist ihr Kommunionkleid und die Herren weiße Hemden und Socken.

Aus der Vorkriegszeit stammt ein Foto aus dem Album von Elisabeth Vertgewall. Es zeigt ebenfalls ein Kinderschützenkönigspaar mit seiner Festgesellschaft aus dem Jahr 1938. Martha Närdemann und Franz Weidenbach hieß damals das Königspaar. Das Ganze fand auf dem Sommerfest des Kindergartens im Hof des damaligen Krankenhauses statt. Die Mädchen trugen ihre schönste Schleife im Haar und die Sonntagsschürze.

Wenn man bedenkt, dass es früher kaum Kinderfeste gab, waren diese Kinderschützenfeste ein besonderer Höhepunkt im Jahr.

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