Wahlen zum Seniorenbeirat
Demokratie den Rücken stärken

Ascheberg -

Die Mitglieder des Seniorenbeirates Ascheberg werden künftig nur noch per Briefwahl bestimmt. Das ist eine Konsequenz aus der sehr geringen Wahlbeteiligung 2015. Außerdem sollen auch die Wahlberechtigten motiviert werden, die aus Furcht vor einer Corona-Infektion den Gang zum Wahllokal meiden. Kandidaten können sich noch bis zum 15. August bei der Gemeinde melden und aufstellen lassen.

Donnerstag, 25.06.2020, 14:54 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:28 Uhr
Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier (l.) und Seniorenbeiratsvorsitzender Karl-Heinz Bartsch stellten das geänderte Verfahren zur Seniorenbeiratswahl vor.
Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier (l.) und Seniorenbeiratsvorsitzender Karl-Heinz Bartsch stellten das geänderte Verfahren zur Seniorenbeiratswahl vor. Foto: Siegmar Syffus

Das Themenspektrum ist breit gestreut und orientiert sich längst nicht allein an den Bedürfnissen der „älteren Generation“. Vielmehr hat der Seniorenbeirat Ascheberg etliche Probleme im Blick, die alle Altersgruppen betreffen: Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Mobilität, Digitalisierung, Inklusion und den Mangel an Tagespflegeplätzen in der Gemeinde – um nur einige Beispiele zu nennen. „Das Bewusstsein für unsere Arbeit hat sich geändert. Mittlerweile kommen die Leute auf uns zu“, freut sich Karl-Heinz Bartsch . Darum wünscht sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates Ascheberg mehr demokratische Legitimation und Rückendeckung durch eine möglichst hohe Beteiligung der über 60-Jährigen an den im Herbst anstehenden Beiratswahlen.

„2015 war die Beteiligung sehr sehr gering. Wir haben uns mehr oder weniger selbst gewählt“, räumt Bartsch ein. Vor diesem Hintergrund haben Seniorenbeirat und Gemeinde Ascheberg einige Änderungen des Prozederes ins Auge gefasst: Bisher fanden die Wahlen zentral im großen Bürgerforum des Rathauses statt. Künftig sollen sie ausschließlich als Briefwahl durchgeführt werden. „Für einige ist es schwierig, mit dem Bürgerbus zu kommen, der ja nur zu bestimmten Zeiten fährt“, nennt Bartsch einen Grund für die Neuregelung. „Außerdem ist es durch Corona schwerer geworden, die Leute zur Wahl zu bekommen“, ergänzt Thomas Stohldreier. Dem Fachbereichsleiter liegt eine hohe Wahlbeteiligung besonders am Herzen. Denn: „In der Gemeinde leben rund 4200 Einwohner der Altersgruppe über 60. Das sind mehr als 25 Prozent der Bevölkerung.“ Neben der Umstellung auf Briefwahl ist eine Verkleinerung des Beirates von derzeit zwölf auf künftig acht Mitglieder vorgesehen. „Durch ein kleineres Gremium wird effektives und zügigeres Arbeiten begünstigt“, begründet Bartsch das Vorhaben. Über diese sowie redaktionelle Änderungen in der Satzung wird der Ausschuss für Jugend, Soziales, Senioren und Sport am 25. August informiert.

Die Wahlunterlagen sollen in der Woche nach der Kommunalwahl am 13. September verschickt werden. Am 26. Oktober wird die Wahl abgeschlossen. Über 60-Jährige, die für einen Sitz im Seniorenbeirat kandidieren wollen, können sich bis zum 15. August bei der Gemeinde Ascheberg (Jürgen Stenkamp),  0 25 93 / 6 09 50 10, oder direkt beim Seniorenbeirat,  0 25 93 / 6 09 12 30, melden. Der Seniorenbeirat arbeitet beratend und rein ehrenamtlich.

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