Dr. Bert Risthaus hat seine berufliche Zukunft geklärt
Rotes Kreuz wird neuer Arbeitgeber

Ascheberg -

Dr. Bert Risthaus wird wieder zum Pendler in die Kreisstadt Coesfeld. Ziel ist allerdings nicht wie in der Vor-Bürgermeister-Zeit das Kreishaus. Als Bürgermeister a.D. wird er als Jurist und allgemeiner Vertreter für den DRK-Kreisverband aktiv.

Montag, 29.06.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 14:17 Uhr
Dr. Bert Risthaus wechselt am 1. November zum DRK-Kreisverband und wird den Vorstand in rechtlichen Fragen und als Vertreter in Leitungsaufgaben unterstützen.
Dr. Bert Risthaus wechselt am 1. November zum DRK-Kreisverband und wird den Vorstand in rechtlichen Fragen und als Vertreter in Leitungsaufgaben unterstützen. Foto: hbm

Wer seinen Platz im Bürgermeisterbüro einnehmen wird, entscheiden die Ascheberger am 13. September. Dr. Bert Risthaus hat seit wenigen Tagen seine berufliche Zukunft geklärt. Der 49-jährige Jurist wird am 1. November im DRK-Kreisverband Coesfeld Leitungsaufgaben übernehmen. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, erklärt der Noch-Verwaltungschef im Gespräch mit den „Westfälischen Nachrichten“.

„Zurück zu den Wurzeln“ war die Devise von Risthaus als er den Verzicht auf eine dritte Amtszeit bekannt gab. Kommunen in juristischen Fragen zu beraten und dazu in eine passende Anwaltskanzlei zu wechseln, war der erste Gedanke. Jetzt ist es der Kreisverband des Roten Kreuzes geworden, der seine Leitungsebene personell um eine schwerpunktmäßig juristische Stelle erweitern wollte. Dafür war Risthaus leicht zu begeistern: „Ich habe dort nicht nur mit juristischen Fragen zu tun, sondern auch mit Menschen, die ihr Geld dort verdienen oder ehrenamtlich aktiv sind. Dieser menschliche Faktor gefällt mir und macht den Unterschied zu meinen ursprünglichen Plänen aus.“

„Zurück zu den Wurzeln“: DRK-Präsident Konrad Püning kennt Risthaus, weil er vor seiner Zeit als Bürgermeister das Büro des Landrats Püning geleitet hat. Sein künftiger Chef Christoph Schlütermann ist für Risthaus ebenfalls kein Unbekannter. Das er vom ersten Bürger Aschebergs hinter den DRK-Vorstand zurücktritt, stört Risthaus nicht: „Die Arbeit ist nur im Team erfolgreich. Ich habe keine Problem damit, nicht mehr Kapitän zu sein. Am Anfang wird auch einiges neu sein, so dass es gut ist, in einem Team zu arbeiten.“

DRK-Kreisverband

Das DRK ist in den vergangenen Jahren aufgrund der Entwicklungen im Kita-Bereich, im Rettungsdienst und ebenso in den anderen Aufgabenbereichen stark gewachsen. Zusammen mit seinen Ortsvereinen beschäftigt es im Kreis Coesfeld über 1000 hauptamtliche Mitarbeiter. Damit ist er der umsatzstärkste Kreisverband in ganz Westfalen-Lippe. Besonders im Kita-Bereich ist das Rote Kreuz mit zahlreichen neuen Standorten im Kreis Coesfeld heute der wichtigste freigemeinnützige Träger im Kreisgebiet geworden, heißt es in der Pressemitteilung. Das Präsidium des DRK Kreisverbandes Coesfeld hielt daher eine personelle Verstärkung für zwingend notwendig.Dr. Bert Risthaus wird den Vorstand in allen rechtlichen Fragen sowie als allgemeiner Vertreter in Leitungsaufgaben unterstützen. Der Ascheberger wird seine neuen Aufgaben im DRK Kreisverband Coesfeld in der Kreisgeschäftsstelle in der Kreisstadt wahrnehmen.

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Als Blutspender kennt Risthaus einen Bereich des DRK . Das Rettungswesen gehörte früher im Kreis und jetzt als Bürgermeister zu den Themen, die immer wieder den Weg gekreuzt haben. Zwei von den DRK-Kitas sind in Ascheberg zu Hause. Auch dazu hat Risthaus natürlich Informationen gesammelt. Und die Arbeit in den Ortsvereinen hat der Ascheberger ebenfalls vor Ort kennengelernt. Mit dem, was vom Kreisverband als Aufgaben beschrieben wurden, ergab sich ein Paket, das Risthaus vergangene Woche einen Arbeitsvertrag unterschreiben ließ.

DRK Vorstand Christoph Schlütermann freut sich, dass es dem Verband gelungen ist, „mit Dr. Risthaus einen Mitarbeiter gefunden zu haben, der sich voll mit den Zielen des DRK identifizieren kann und dem Wohl der Menschen im Kreis Coesfeld dienen will.“

Ich werde das Geschehen natürlich weiter verfolgen, aber mich nicht zu Wort melden. Das macht man nicht.

Dr. Bert Risthaus über die Nach-Bürgermeister-Zeit

„Zurück zu den Wurzeln“: Bevor der gebürtige Dorstener pendelte er von Ascheberg zur Arbeit nach Coesfeld. Die Fahrt in die Kreisstadt gehört ab November wieder zum Arbeitsalltag. Risthaus wird aber Ascheberger bleiben: „Das habe ich bei den Wahlen immer gesagt. Daran ändert sich jetzt auch nichts.“ Schließlich ist nicht nur er selbst hier heimisch geworden, die Kinder sind in der Gemeinde aufgewachsen, Frau Andrea ist Lehrerin in Herbern. „Ich werde das Geschehen natürlich weiter verfolgen, aber mich nicht zu Wort melden. Das macht man nicht“, verspricht Risthaus für seine Zeit als Bürgermeister a.D..

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