Kevin Stuckenschnieder ist neuer Gemeindemitarbeiter
Die Jugend im Fokus

Ascheberg/Drensteinfurt -

Kevin Stuckenschnieder ist neuer pädagogischer Mitarbeiter der evangelischen Mirjam-Gemeinde. Er kümmert sich darüber hinaus auch um das Immobilienmanagement der Pfarre. „Mein Ziel ist es, hier vor Ort eine Jugendarbeit aufzubauen und dabei auch das kirchliche Ehrenamt aufleben zulassen“, sagt der 27-Jährige.

Mittwoch, 01.07.2020, 16:58 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 15:50 Uhr
Im Gemeindehaus an der Drensteinfurter Martinskirche befindet sich der Schreibtisch von Kevin Stuckenschnieder. Der 27-jährige Theologe ist neuer Mitarbeiter der Mirjam-Gemeinde.
Im Gemeindehaus an der Drensteinfurter Martinskirche befindet sich der Schreibtisch von Kevin Stuckenschnieder. Der 27-jährige Theologe ist neuer Mitarbeiter der Mirjam-Gemeinde. Foto: Dietmar Jeschke

Eingelebt? Das hat sich Kevin Stuckenschnieder recht schnell. Und das nicht nur deshalb, weil er aus dem nicht allzuweit entfernten Diestedde bei Wadersloh stammt, sondern vor allem, weil ihm die Wersestadt Drensteinfurt sichtlich gefällt. „Wir haben gleich nach unserer ersten Radtour in die Umgebung gesagt: Das ist wie Urlaub an der Nordsee – nur ohne Meer.“

„Wir“, das ist neben dem neuen pädagogischen Mitarbeiter der evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg-Drensteinfurt auch seine Lebensgefährtin, mit der sich seine neue Wohnung in Drensteinfurt teilt. Letztere liegt übrigens nicht allzuweit entfernt von seinem neuen Arbeitsplatz: Der Schreibtisch befindet sich im Gemeindehaus an der evangelischen Martinskirche an der Bahnhofstraße.

Kevin Stuckenschnieder ist neu...

Kevin Stuckenschnieder ist neuer pädagogischer Mitarbeiter der evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg-Drensteinfurt Foto: Dietmar Jeschke

Dort kümmert sich der 27-Jährige, der nach seinem Abitur am Johanneum in Wadersloh zunächst eine Lehre als Industriemechaniker absolviert hatte, aber nicht nur um die pädagogische Arbeit innerhalb der evangelischen Gemeinde, sondern auch um deren Immobilienmanagement. Dazu zählt etwa die regelmäßige Bestandskontrolle der beiden Kirchengebäude und der jeweiligen Gemeindehäuser in Ascheberg und Drensteinfurt sowie die Vergabe entsprechender Reparatur- und Instandhaltungsaufträge.

Hinzu kommt maßgeblich die Arbeit mit den Konfirmanden, die ihm besonders am Herzen liegt. „Wichtig ist, den jungen Menschen klar zu machen, dass nach der Konfirmation nicht Schluss ist“, sagt Stuckenschnieder, der nach seiner Berufsausbildung neben Theologie auch Maschinenbau, Wirtschaft und Hauswirtschaft in Paderborn studiert hat. „Mein Ziel ist es, hier vor Ort eine Jugendarbeit aufzubauen und dabei auch das kirchliche Ehrenamt aufleben zulassen“, erklärt der pädagogische Mitarbeiter, der jungen Menschen künftig einen Ort bieten möchte, an dem sie sich „angenommen“ fühlen und an dem sie auch über mögliche Probleme offen sprechen können.

Parallel zur Gemeindearbeit – sein Job umfasst lediglich eine halbe Stelle – bildet sich Kevin Stuckenschnieder derzeit in Bielefeld zum Diakon fort. Einige Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde haben das „neue Gesicht“ neben Pfarrerin Angelika Ludwig bereits kennengelernt. So etwa beim jüngsten Open-Air-Gottesdienst in Ascheberg oder bei den Entlassfeiern der Ascheberger Profilschule und der Drensteinfurter Teamschule. An beiden Einrichtungen wird er auch künftig hin und wieder tätig sein, wenn auch nicht im regulären Religionsunterricht. Das wäre angesichts des begrenzten Stunden- und Personalkontigentes der Kirchengemeinde– neben Angelika Ludwig und Kevin Stuckenschnieder gibt es nur noch das Sekretariat und einige Hilfskräfte für besondere Aufgaben – sowie des doch recht umfangreichen Wirkungskreises – zur Gemeinde zählen neben Ascheberg und Drensteinfurt auch die Orte Rinkerode, Davensberg und Ottmarsbocholt – kaum zu leisten.

Für seine Freizeit hofft der 27-Jährige übrigens, nach erfolgreichem Studienabschluss – dem Bachelor-Titel fehlt es angesichts der Verzögerungen durch die Corona-Pandemie nur noch an einigen Formalitäten – wieder einiges von dem nachholen zu können, das zuletzt ein wenig auf der Strecke geblieben ist. „Ich habe früher gerne Fußball und Theater gespielt. Außerdem war ich ehrenamtlich in der Kirche aktiv – und ich gärtnere gerne“, sagt er.

Wie wohl alle übrigen Gemeindeglieder auch, so hofft Stuckenschnieder nun darauf, dass das normale Gemeindeleben mit dem allseits ersehnten Abebben der Corona-Welle langsam wieder voll in Gang kommt – Gottesdienste und Konfirmationsvorbereitung inklusive. Für die teilweise drastischen Einschnitte im öffentlichen Leben während der vergangenen drei Monate zeigt er aber klares Verständnis. „Ich würde sagen, dass wir mit der frühen Blockade sehr gut gefahren sind“, betont der neue Mitarbeiter der Mirjam-Kirchengemeinde mit Blick auf den im weltweiten Vergleich doch noch als recht glimpflich zu beurteilenden Verlauf der Pandemie in Deutschland.

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