Neues Bike fürs Besuchen von Treffpunkten
Offene Jugendarbeit macht mobil

Ascheberg -

Jetzt ist es für die OJA-Mitarbeiter an der Zeit, wieder Kontakt zu den Jugendlichen aufzunehmen. Das Mittel zum Zweck ist zwar ungewöhnlich, aber warum auch nicht mal andere (Rad-)Wege bestreiten!

Samstag, 04.07.2020, 17:37 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 17:40 Uhr
In der Premierenwoche war Wencke Lemcken mit dem neuen Bike der OJA unterwegs, um Jugendliche an den unterschiedlichen Plätzen in Ascheberg aufzusuchen.
In der Premierenwoche war Wencke Lemcken mit dem neuen Bike der OJA unterwegs, um Jugendliche an den unterschiedlichen Plätzen in Ascheberg aufzusuchen. Foto: OJA

Die OJA-Arbeit besteht in der Regel aus persönlichen Kontakten und den daraus entstehenden Beziehungen zu den Jugendlichen aus Ascheberg. In den vergangenen Monaten hat die Offene Jugendarbeit Ascheberg den Jugendtreff digital in die Häuser und auf die Endgeräte der Besucher gebracht. Das Kontaktverbot ist mittlerweile soweit gelockert, dass persönliche Kontakte, zwar eingeschränkt, aber wieder möglich sind. „Das ist mir und den Jugendlichen einfach zu wenig!“ bemerkt Dirk Hermann , hauptamtlicher Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit Ascheberg. „Wenn wir intern nur eingeschränkt Besucher empfangen dürfen, bringen wir den Jugendtreff einfach zu den Jugendlichen!“ lautet die Lösung der Jugendarbeiter der OJA.

Die Problematik liegt klar in den derzeitig beschränkten Öffnungszeiten, die der aktuellen Situation natürlich geschuldet sind. „Viele Jugendliche konnten sich auf die digitale Ebene einlassen, leider nicht alle“, konstatiert Hermann. Jetzt ist es an der Zeit wieder Kontakt zu den Jugendlichen aufzunehmen, die nur sporadisch mit den Mitarbeitern der OJA in Kontakt standen. Das Mittel zum Zweck ist zwar ungewöhnlich, aber warum auch nicht mal andere (Rad-)Wege bestreiten!

„Die Nähe zu Münster als Fahrradstadt war vielleicht bei der Ideengebung nicht ganz unschuldig“ schmunzelt der schon lange in der Domstadt lebende Sozialpädagoge. Nach einer kurzen Probefahrt beim Fahrradhandel Frye und einigen Abmessungen mit dem Maßband war die Entscheidung schnell getroffen. Angeschafft wurde ein elektrisch betriebenes Kindertransportrad, das ausgesprochen viel Stauraum und Umbaumöglichkeiten bietet. Im nächsten Schritt wurden verschiedene Utensilien für das „Streetbike“ angeschafft. Unter anderem findet eine große elektrische Kühlbox für Snacks und Getränke ihren Platz. Verschiedene Spielgeräte, eine Bluetooth Box, Sitzgelegenheiten sind weitere Accessoires des Lastenrades. Eine integrierte Hygienestation ist obligatorisch. Selbst eine Grillmöglichkeit bietet das Raumwunder auf drei Rädern.

Eingesetzt werden soll das Rad im Rahmen der aufsuchenden Arbeit in der Gemeinde Ascheberg. Es sollen informelle Treffpunkte der Jugendlichen angefahren werden um, wie es so schön heißt „die Jugendlichen da abzuholen, wo sie stehen“. Durch den Austausch mit dem jungen Menschen aus der Gemeinde können Bedarfe festgestellt, Sorgen und Bedenken zur aktuellen Situation besprochen oder auch einfach eine gute Zeit verbracht werden. „Die Jugendlichen sollen spüren, dass wir immer noch da sind und ein offenes Ohr für ihre Bedürfnisse haben“, so Wencke Lemcken, die sich in der ersten Ferienwoche mutig auf den Sattel des stattlichen Stahlrosses gesetzt hat und dann die ersten Runden durch Ascheberg absolvierte.

Finanziert wurde das Projekt durch zusätzliche bereitgestellte Landesmittel. Einen großen Dank spricht die OJA an das Fahrradgeschäft Frye für die schnelle Abwicklung und die gute Beratung aus. Über ein weiteres Sponsoring würde sich die Offene JUgendarbeit Ascheberg natürlich freuen, denn es ergeben sich ständig neue Ideen und Anbaumöglichkeiten für das Dreirad.

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