Falsche Inhalte bei Biotonnen sorgen für Ärger
Aufkleber warnen vor falschen Einwürfen

Ascheberg -

Seinen Biomüll in Papiertüten oder Zeitungspapier verpackt in die Biotonne geben – kein Problem. Wenn allerdings Plastiktüten, auch wenn sie biologisch abbaubar sein sollten, im Biomüll landen, gibt es Probleme, wie jetzt die Gemeine informiert. Aufkleber sollen künftig darauf hinweisen.

Montag, 06.07.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 14:08 Uhr
Diese Aufkleber werden auf die Biotonnen geklebt
Diese Aufkleber werden auf die Biotonnen geklebt Foto: Gemeinde

In die Biotonne gehören weder Kunststoffbeutel noch so genannte biologisch abbaubare Folienbeutel. Daher beginnen Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) ab kommendem Donnerstag (9. Juli) im Auftrag der Gemeinde Ascheberg vor der Leerung der Biotonnen - manchmal auch unmittelbar danach - mit dem Anbringen eines Aufklebers auf den Tonnen, teilt die Gemeinde Ascheberg mit.

Der Aufkleber soll die Bürger daran erinnern, dass kein Kunststoff in die Biotonne gegeben werden darf. Celina Jacob von der Gemeinde Ascheberg bittet wegen der Kennzeichnung darum, die Tonne möglichst am Abend vorher schon an die Straße zu stellen und auch nicht sofort nach der Leerung wieder hereinzustellen. Die Beteiligten gehen davon aus, dass für das Anbringen der Aufkleber mehrere Abfuhrtage erforderlich sind. Die Aktion wird sich daher voraussichtlich bis zum Herbst hinziehen. Wer also am Donnerstag noch keinen Aufkleber an seinem Gefäß hat, sollte auch vor den weiteren Leerungen die Tonne frühzeitig an die Straße stellen. Sollte jemand vergessen werden: Man kann sich den Aufkleber auch im Rathaus abholen und selbst anbringen.

Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher leider etwas nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne.

Stefan Bölte

Wie bereits berichtet, haben sich alle Städte und Gemeinden im Kreis sowie die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) der Aktion #wirfuerbio in Westfalen angeschlossen, um die Qualität der Biotonneninhalte zu verbessern. „Fast 30 Jahre nach der Einführung der Biotonne sind die Verbraucher leider etwas nachlässiger bei der Befüllung der Biotonne geworden. Immer mehr Störstoffe, darunter vor allem Plastik und auch Plastiktüten, landen inzwischen in der Biotonne“, fasst Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC, stellvertretend das Problem zusammen, vor dem alle Bioabfallverwerter stehen. Ein Hauptproblem sind die Plastiktüten.

Mit dem jetzigen Aufkleber sollen die Nutzer der Biotonnen regelmäßig gezielt daran erinnert werden, dass diese, auch wenn sie biologisch abbaubar sind, nicht in die Biotonne gehören. Wer sie trotzdem im Haushalt zur Sammlung verwenden will, muss dann den Inhalt in die Tonne entleeren und den Beutel selbst über die Restmülltonne entsorgen. „Ansonsten kann es mittelfristig passieren, dass die Biotonne nicht geleert wird. Entsprechende Kontrollen sind spätestens zum Ende des Jahres geplant“, gibt Jacob zu Bedenken.

Alternativen zu den Kunststoffbeuteln sind übrigens Papiertüten. Diese und auch Zeitungspapier, in die Bioabfälle eingewickelt werden können, sind wie bisher erlaubt. Was sonst noch nicht in die Biotonne darf: Verpackte Lebensmittel wie gekeimte Kartoffeln im Kunststoffnetz, verdorbene Wurst in der Plastikfolie, das Glas mit verschimmeltem Obst oder Kaffeekapseln, aber auch Katzenstreu, Windeln, Asche oder sonstiger Restmüll. Weitere Infos dazu gibt es auch auf der Landingpage der Kampagne #wirfuerbio in Westfalen unter https://www.wirfuerbio.de/wbc-coesfeld/.

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