Alfons Homölle wurde heute vor 50 Jahren zum Pfarrer geweiht
„Die frohe Botschaft ist die beste Botschaft der Welt“

Ascheberg -

Alfons Homölle ist heute 50 Jahre Pfarrer, 25 Jahre davon lebte der Geistliche in Ascheberg. Gefeiert wird das Goldjubiläum erst im nächsten Jahr.

Samstag, 11.07.2020, 09:54 Uhr aktualisiert: 11.07.2020, 10:00 Uhr
Mit dieser Collage haben die „Westfälischen Nachrichten“ den Abschied von Alfons Homölle im März 2009 aus Ascheberg bebildert. Elf Jahre später begeht der immer noch beliebte Geistliche das Goldene Priesterjubiläum.
Mit dieser Collage haben die „Westfälischen Nachrichten“ den Abschied von Alfons Homölle im März 2009 aus Ascheberg bebildert. Elf Jahre später begeht der immer noch beliebte Geistliche das Goldene Priesterjubiläum. Foto: Theo Heitbaum

„Ich war aufgeregt und gespannt. Es war die erste Priesterweihe des neuen Bischofs von Münster Heinrich Tenhumberg .“ Pfarrer em. Alfons Homölle gehörte auf den Tag genau heute vor 50 Jahren zu den 25 jungen Männern, die im Dom zu Münster geweiht wurden. Der langjährige Pfarrer von St. Lambertus Ascheberg hätte gerne an diesem Wochenende sein Goldenes Priesterjubiläum in Ahaus gefeiert. „Nachdem hier sechs Goldhochzeiten wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden sind, war für mich klar, dass ich mein Jubiläum erst nächstes Jahr feiern werde“, berichtet der Geistliche im WN-Gespräch.

In Heek-Ahle geboren, erlernte der Jubilar zunächst das Schlosserhandwerk, holte das Abitur in der Abendschule nach und nahm dann das Theologiestudium auf. Nach der Weihe am 11. Juli 1970 arbeitete Homölle als Kaplan in Waltrop, Weeze und Drensteinfurt, ehe er 1984 die Leitung der Gemeinde St. Lambertus übernahm. Aus Ascheberg verabschiedete sich der beliebte Geistliche im Herbst 2009 in die alte Heimat. Seither wirkt der Jubilar im Ahauser Seelsorgeteam mit.

Alfons Homölle kennt nicht nur seinen Primizspruch aus dem Korintherbrief noch, er hat Beruf und Berufung daran ausgerichtet: „Wir sind nicht Herren eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude!“ Der Jubilar übersetzt das so: „Die frohe Botschaft ist für mich immer noch die beste Botschaft der Welt. Es geht um die Auferstehung, es geht um das Leben.“ Mit dieser positiven Grundeinstellung will der 77-Jährige fürs Mitmachen begeistern.

Nach dem sehr schönen Studium erlebte der junge Geistliche in der Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils spannende Zeiten: „Die deutsche Sprache wurde eingeführt, der Gottesdienst nicht mehr mit dem Rücken zur Gemeinde gehalten.“ Sich der Gemeinde zuzuwenden, gehörte zu den Dingen, die Homölle „gut und richtig“ fand. Die Zeiten haben sich allerdings geändert. Die Kirchen sind leerer geworden. „Der Missbrauchsskandal hat einen großen Vertrauensverlust gebracht. Das ist belastend. Ich schäme mich“, bezieht der Jubilar Position. Und er bekennt, dass in 50 Jahren nicht immer die Sonne schien: „Es gibt Fragen an Gott. Zweifel gehören zu Glauben!“ Letztlich hat Homölle sie mit seiner positiven Einstellung eingefangen.

So geht er auch das Jubiläum an, nicht zeternd, dass es verschoben werden muss, sondern voller Freude auf das nächste Jahr. Das gilt für eine offizielle Feier genauso wie für einen Gottesdienst mit der Familie – dort, wo er die ersten Glaubenserfahrungen machte, in der Ahler Kapelle. Und heute Abend wird Homölle in der Predigt „ein paar persönliche Worte sprechen.“

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