Antrag nach Gemeindeordnung
Grüne wollen Blütenpatenschaften

Ascheberg -

Bündnis 90/Die Grünen wenden sich mit einem Vorschlag für mehr Artenvielfalt an die Gemeinde und stellen einen Bürgerantrag an den Gemeinderat.

Donnerstag, 23.07.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 17:54 Uhr
Gute Zeiten für Biene Maja und ihre Freunde: Patenschaften für Blühflächen werden von den Grünen gefordert.
Gute Zeiten für Biene Maja und ihre Freunde: Patenschaften für Blühflächen werden von den Grünen gefordert. Foto: Marlies Grüter

Bündnis 90/ Die Grünen wenden sich mit einem Vorschlag für mehr Artenvielfalt an die Gemeinde und stellen einen Bürgerantrag an den Gemeinderat.

In den Dorfkernen bewege sich bereits einiges, wenn es sich um „Artenvielfalt in Ascheberg“ handele, sodass die Hoffnung auf eine wirkliche Veränderung mit artenfreundlichen Nischen für eine Vielfalt der Insekten im Dorf bestehe, schreibt Ratsmitglied Hubertus Beckmann .

Der wirklich bedeutende Teil der Ascheberger Artenvielfalt finde aber auf dem Land statt, und dort vor allen auf den Ackerflächen und in den Wäldern. Mit nur 17 Prozent Waldfläche sei Ascheberg allerdings das Waldschlusslicht im Kreis. Blieben die Ackerflächen, Straßen und ihre Anrainerflächen. Auf diesen Flächen seien die Schmetterlinge ein ganz wichtiger Anzeiger für die Artenvielfalt. 2020 müsse man wie Reinhards Mey singen „Es gibt keine Schmetterlinge mehr“. Gemäß dem Bundesamt für Naturschutz, Bonn seien bereits mehr als 60 Schmetterlingsarten in Deutschland bereits ausgestorben, weitere fast 500 Schmetterlingsarten sind vom Aussterben bedroht.

Ein Volksbegehren wie in Bayern brauche es für mehr Artenschutz in DAH nicht,. Die Grünen schlagen Blütenpatenschaften vor. Sie würden von Bürgern getragen, und die Landwirte stellten die Flächen dazu. Mit Vertretern der Landwirte, des Gemeinderat sowie Vertretern von Umweltorganisationen (etwa NABU Münsterland) könne nach der Kommunalwahl ein Konzept für das Anbaujahr 2021 ausgearbeitet werden. Blütenpatenschaften sollten über fünf Jahre gehen. Dann müssten die Flächen bearbeitet werden, um den Ackerflächenstatus nicht zu verlieren. Bis dahin können Patengemeinschaften von Mitbürgern mit Artenvielfaltscoupons den Landwirten einen finanziellen Ausgleich schaffen.

„ Das ist eine Win-win-Situation, weil nicht nur unsere Landwirte, die Ascheberger Mitbürger und die Schmetterlinge, sondern auch unsere Enkel dabei gewinnen werden“, schreibt Beckmann in seiner Begründung.

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