Bürgermeisterwahl: Thomas Stohldreier und Monika Verspohl buhlen um Vertrauen
Wahlkampf in besonderen Zeiten

Ascheberg -

Das Buhlen um das Vertrauen steht unter besonderen Vorzeichen: Monika Verspohl und Thomas Stohldreier, die sich um das Amt das Bürgermeisters in Ascheberg bewerben, müssen in Corona-Zeiten einen besonderen Mix entwickeln, um ihre Botschaften an die Bürger zu bringen. Wie, das erklären sie im WN-Interview.

Montag, 27.07.2020, 13:12 Uhr
Das Rennen um den Chefsessel im Ascheberger Rathaus endet am 13. September.
Das Rennen um den Chefsessel im Ascheberger Rathaus endet am 13. September. Foto: Schulz

Der Kommunalwahlkampf startet. Am 13. September entscheiden die Wähler in Ascheberg, Davensberg und Herbern, wer in das Bürgermeisterbüro des Rathauses einziehen wird. WN-Redakteur Theo Heitbaum hat Thomas Stohldreier und Monika Verspohl zu ihren Plänen für die nächsten Wochen befragt.

 

Gibt es für Ihre Kandidatur ein Motto oder eine Devise?

Thomas Stohldreier: Meine Kampagne heißt „Wir sind DAH – Wir sind Davensberg, Ascheberg und Herbern“. Als ich vor über eineinhalb Jahren als Fachbereichsleiter im Rathaus angefangen bin, habe ich sehr schnell gemerkt, wie stark das Ehrenamt und überhaupt der Zusammenhalt zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen bei uns ist. Ich finde das einfach nur beeindruckend. Und es entspricht meiner persönlichen Haltung sehr. Mir ist es ganz wichtig, dass bei Entscheidungen für unsere Gemeinde alle Interessen abgewogen werden und wir Lösungen gemeinsam erarbeiten. So können wir gute Projekte für unsere Orte umsetzen, und dafür möchte ich mich mit vollem Engagement und meiner ganzen Erfahrung einsetzen.

Monika Verspohl geht für die SPD als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen.

Monika Verspohl geht für die SPD als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen. Foto: MARTIN STEFFEN

Monika Verspohl: Unser Motto ist Ascheberg zur lebenswertesten Gemeinde im Münsterland zu machen. In den Gesprächen äußern zum Beispiel viele Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach schönen Plätzen mit mehr Aufenthaltsqualität. Das ist einer der Punkte, um die ich mich als Bürgermeisterin kümmern werde.

Was dürfen die Menschen erwarten: Poster, Flyer, Briefe, Facebook . . . ?

Monika Verspohl: Um möglichst viele Menschen zu erreichen, habe ich mich für eine Mischung aus Onlineauftritt und gedruckten Infos entschieden. Mein Wahlprogramm stelle ich beispielsweise auf meiner Homepage in verschiedenen Blogartikeln vor, so können sich die Wählerinnen und Wähler konkret die Themen durchlesen, die sie interessieren. In Kurzform werden wir meine Ziele zudem auf Postkarten und Plakaten veröffentlichen. Am wichtigsten sind mir jedoch die vielen persönlichen Gespräche mit den Menschen vor Ort.

Thomas Stohldreier wird als Bürgermeisterkandidat von der CDU unterstützt.

Thomas Stohldreier wird als Bürgermeisterkandidat von der CDU unterstützt. Foto: CDU

Thomas Stohldreier: Meine Homepage heißt www.wirsinddah.de. Hier findet man von Zeit zu Zeit auch kurze Videos, mit denen ich meine Themen vorstelle. Natürlich wird es auch Poster und Flyer geben – also Medien, die für meine Generation und Ältere nach wie vor wichtige Informationsquellen sind. Um auch für jüngere Menschen sichtbar zu sein, bin ich selbstverständlich auch auf Facebook und Instagram aktiv.

Sind noch Veranstaltungen vorgesehen?

Thomas Stohldreier: Es wird verschiedene Veranstaltungen unter Berücksichtigung der Coronaschutzregeln geben. Ich möchte mich natürlich bei möglichst vielen Menschen vorstellen, daher werde ich demnächst an verschiedenen Orten Bürgergespräche „an der frischen Luft“ veranstalten. Man kann mich aber auch jederzeit in den eigenen Garten einladen, um sich mit mir auszutauschen. Einfach unter 0178/ 112 81 89 anrufen und einen Termin vereinbaren, ich komme dann gerne.

Monika Verspohl: Ich habe schon viele tolle Nachbarschaftsgespräche geführt, das werde ich weiter beibehalten. Und natürlich findet man mich in Zukunft auch am Wahlkampfstand. Ob es zusätzlich größere öffentliche Veranstaltungen gibt, kann ich derzeit noch nicht sagen.

Wer sind Ihre größten Unterstützer und Helfer?

Monika Verspohl: Natürlich das Wahlkampfteam, das seit unserem ersten Gespräch unglaublich motiviert und engagiert zu mir steht. Darüber hinaus sind meine wichtigsten Berater meine Familie und meine Freunde, einfach weil sie mich am besten kennen. Und natürlich mein Mann, der mir den Rücken freihält.

Thomas Stohldreier: Ich freue mich sehr, dass ich so viele Unterstützer habe. Als CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt werde ich ganz klar und sehr stark von der CDU unterstützt. Aber auch viele einzelne Personen aus unseren Orten helfen mir bei dieser Kandidatur. Ganz wichtig ist mir auch, dass mich meine Familie so stark unterstützt.

Wie organisieren Sie persönliche Gespräche?

Thomas Stohldreier: Ich komme zu den Menschen in Davensberg, Ascheberg und Herben, wo immer es möglich ist: zum Beispiel zum Training, in die Vereinsvorstände, zu den Unternehmen und Landwirten. So mache ich es fast täglich nach Feierabend, und so möchte ich es auch bis zum 13. September weiter halten.

Monika Verspohl: Das ist gar nicht so leicht mit den vielen Regeln, auf die wir derzeit achten müssen. Am liebsten führe ich die Gespräche in kleiner Runde an der frischen Luft. Zum einen können wir so die Abstandsregeln einhalten, und zum anderen sind Treffen viel persönlicher. Dabei unterstützt mich mein großartiges Team ebenfalls, das die Gespräche für mich im Hintergrund plant und verabredet.

Beeinträchtigt Corona Ihren Wahlkampf?

Monika Verspohl: Eindeutig ja, gleich zu Beginn hat Corona meinen Wahlkampfstart um mehrere Wochen nach hinten verschoben. Jetzt kann ich mich endlich mit den Aschebergerinnen und Aschebergern treffen. Und die vergangenen Wochen haben mir gezeigt, dass meine Freude daran genauso groß ist wie die der Bürgerinnen und Bürger.

Thomas Stohldreier: Ja, weil zum Beispiel Großveranstaltungen wie Schützenfeste nicht stattfinden. Aber das betrifft ja alle Kandidatinnen und Kandidaten. Man muss das Beste daraus machen. Ich gehe gerne auf Menschen zu und werde das auch weiterhin mit Anstand und Abstand tun..

Haben Sie sich schon einmal persönlich gesprochen oder bereits ein Gespräch geplant?

Thomas Stohldreier: Bisher noch nicht. Ich bin aber davon überzeugt, dass es in den kommenden Wochen dazu kommen wird.

Monika Verspohl: Bisher hat es kein Treffen gegeben. Unter normalen Umständen hätten wir uns auf den vielen Festen und Märkten sicher schon kennenlernen können. Diese sind nun leider ausgefallen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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