Umgestaltung zentraler Plätze
Masterplan für Ascheberg 2.0

Ascheberg -

Aschebergs Ortskern erfindet sich neu. Wie die vier zentralen Plätze umgestaltet und verknüpft werden sollen und wer dieses Konzept plant, wurde jetzt präsentiert.

Mittwoch, 29.07.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 12:12 Uhr
Das Auswahlgremium präsentierte mit Vertretern der Verwaltung die Sieger der Vergabeverfahren, Wiebke Evert (vorne, v.l.) und Frank Lohse (Gebäude Profilschule) sowie Thomas Köhlmos (Platzgestaltung). Die Umgestaltung des Ortskerns soll am Platz vor dem künftigen Vollsortimenter beginnen (kleines Bild).
Das Auswahlgremium präsentierte mit Vertretern der Verwaltung die Sieger der Vergabeverfahren, Wiebke Evert (vorne, v.l.) und Frank Lohse (Gebäude Profilschule) sowie Thomas Köhlmos (Platzgestaltung). Die Umgestaltung des Ortskerns soll am Platz vor dem künftigen Vollsortimenter beginnen (kleines Bild). Foto: di

Die Stärken stärken und Mängel beseitigen: Ascheberg unterzieht sich einem gestalterischen Update. Die vier zentralen Plätze im Ortskern werden herausgeputzt – und zwar so zeitlos schön, dass das Projekt auf lange Sicht funktional und ästhetisch punktet. Wie das, zumindest in Grundzügen, aussehen soll, wurde am Mittwoch im Rathaus vorgestellt.

Das Auswahlgremium – dies bildeten der Bürgermeister, der Vorsitzende des Planungsausschusses sowie Vertreter der Fraktionen von CDU , SPD und UWG als stimmberechtigte Mitglieder sowie externe Fachleute und Vertreter von Grünen, FDP und dem parteilosen Frank Holtrup als beratende Mitglieder – gab den Entwürfen des Büros Lohaus – Carl – Köhlmos die höchste Punktzahl und lässt sie auch realisieren. Die Entscheidung der „Jury“ wurde am 23. Juni vom Rat bestätigt. Beide Voten fielen einstimmig.

Vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung, woraufhin sich 13 Büros mit den ausreichenden Kompetenzen und Referenzen beworben hatten. Die Jury wählte aus dem Teilnehmerfeld drei Planungsbüros für die Endrunde aus. Deren Szenarien, Aschebergs Plätze ansprechender zu gestalten und diese auch miteinander zu verknüpfen, wurden den Bürgern anonym vorgestellt (im Netz und in Präsentationen im Rathaus). Vorgeschaltet worden war, unabhängig von den Profi-Entwürfen, eine Art Brainstorming mit Ideen aus der Bürgerschaft als erste Stufe der Beteiligung.

Bürger weiterhin intensiv beteiligen

Das Echo sei trotz Corona-bedingten Einschränkungen auf allen Ebenen groß gewesen, resümierte Martin Wolf vom Ascheberger Bau-Ressort. „Das begrüßen wir sehr“, ergänzte Preisträger Kühlmos, der den Dialog mit den Bürgern als wichtig erachtet.

Der Platz am Vollsortimenter (künftig „Eschenplatz“) soll als erster umgestaltet werden.

Der Platz am Vollsortimenter (künftig „Eschenplatz“) soll als erster umgestaltet werden. Foto: di

Die Platzgestaltungen als Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erfüllen die Voraussetzungen dafür, dass Ascheberg auf Fördermittel zugreifen kann, so Landtagsabgeordneter Dietmar Panske bei der Präsentation. Für eine relativ wohlhabende Gemeinde wie Ascheberg liegt der Zuschuss bei 40 Prozent.

Auftakt vor dem neuen Vollsortimenter

Laut ersten Schätzungen belaufen sich die Kosten auf rund 740 000 Euro für den Platz am Vollsortimenter (Hit). Hier soll die Umsetzung bereits 2021 beginnen. Zu den neuen Elementen gehören Wasserspiele, die Gastronomie von der „Empore“ ebenerdiges Niveau gebracht werden. Als zweite Etappe folgen die Sandstraße mit dem Platz am Florians-Brunnen (390 000 Euro), danach der Katharinenplatz (435 000 Euro). Den letzten Bauabschnitt soll der Kirchring rund um St. Lambertus bilden, wo unter anderem die Barrierefreiheit voll umgesetzt werden soll. Ein erster Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten bis 2025 andauern. Einheitliches Material (Klinkerpflaster und Sandstein oder Beton) sollen den optischen Zusammenhang der Plätze im Ortskern verdeutlichen. Wasser spielt an mehreren Stellen eine Rolle.

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