Im 20. Jahr des Bestehens wird der fünfte Seniorenbeirat gewählt
Wahlbriefe kommen im September

Ascheberg -

Vor 20 Jahren wurde in Ascheberg erstmals ein Seniorenbeirat gewählt. Zum nunmehr fünften Mal können die 4200 über 60-jährigen Einwohner am 25. Oktober ihre Vertretung wählen – erstmals ausschließlich per Briefwahl. Die Wahlbenachrichtigungen kommen im September.

Montag, 10.08.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 16:22 Uhr
2000, 2005, 2010 und 2015 wurde jeweils ein Seniorenbeirat gewählt. Jetzt geht es um die Gesichter, die ihnen folgen.
2000, 2005, 2010 und 2015 wurde jeweils ein Seniorenbeirat gewählt. Jetzt geht es um die Gesichter, die ihnen folgen. Foto: hbm

Die Senioren in der Gemeinde Ascheberg haben seit 20 Jahren ein Sprachrohr. Am 15. März 2000 wählten 162 ältere Bürger den ersten Seniorenbeirat in der Gemeinde Ascheberg. Der Elan der ersten Stunde verblasste zwar zwischendurch. Vor der fünften Wahl zu diesem Gremium sind Karl-Heinz Bartsch und Hartmut Lessin aber zuversichtlich, dass es genügend Bewerber für einen Platz in dem Gremium geben wird. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Mal Ersatzkandidaten haben werden, wenn ein Mitglied ausscheiden sollte“, sagt Bartsch. Das wäre als Erfolg umso höher zu bewerten, dass alle geplanten Aktivitäten des Seniorenbeirates vom Corona-Virus einkassiert worden sind. „Wir konnten leider nichts so durchführen, wie wir das geplant hatten“, erklärt Lessin.

Für die nächste Wahlperiode verabschiedet sich der Seniorenbeirat von einer Neuner-Besetzung. Sechs Frauen und Männer werden gewählt. Jeder Ort soll wenigstens mit einem Gesicht vertreten sein. Um die beiden Altenheime einzubinden, dürfen sie auch Menschen unter 60 Jahre schicken. „Die dürfen dann mitreden, aber nicht mit abstimmen“, erläutert Bartsch.

Corona hat unterstrichen, wie wichtig soziale Kontakte sind. Auch für Senioren. Deswegen schreibt Bartsch für die nächste Amtszeit einen Mehrgenerationentreffpunkt für die Ortschaft Ascheberg auf die Wunschliste. Der aktuelle Vorsitzende denkt an einen bewirtschafteten Treffpunkt, der auch vormittags geöffnet ist: „Das soll keine Konkurrenz zu Kneipen werden, aber ein fester und unabhängiger Ort, der zu verlässlichen Zeiten offen ist, und mit einem festen Organisator.“ Neben dem Wunsch nach Barrierefreiheit fordert der Seniorenbeirat ein Umdenken in Verkehrsfragen, das Bartsch so formuliert: „Wenn Ascheberg lebens- und liebenswert sein soll, müssen wir komplett umsteuern. Bisher dominiert das Auto viel zu sehr. Wir brauchen andere Verhaltensweisen, die schwache Verkehrsteilnehmer viel stärker berücksichtigen.“

In Sachen Mobilität setzt Lessin darauf, dass über die Erreichbarkeit von Ärzten in der Nachbarschaft nicht nur geredet wird, sondern Möglichkeiten etwa nach Hiltrup geschaffen werden. „Vielleicht brauchen wir einen zweiten Bürgerbusverein, der so etwas mit kleinen Fahrzeugen organisiert“, regt Bartsch an. Und letztlich fordert der Seniorenbeirat eine Kurzzeitpflege für Ascheberg: „Wenn das wirtschaftlich nicht darstellbar ist, muss die Gemeinde einspringen. Es kann nicht sein, dass Kinder für eine Pflegeauszeit nur einen Platz in Dülmen finden.“

Bis zum 15. August haben Menschen über 60 Jahre Zeit, ihre Kandidatur bei der Gemeinde Ascheberg einzureichen. Am 14. September werden die Wahlbenachrichtigungen an 4200 Senioren eingetütet und verschickt. Dieses Mal wird ausschließlich per Briefwahl gewählt. Wahlschluss ist am 25. Oktober, am 27. Oktober werden die Stimmen ausgezählt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7527419?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachrichten-Ticker