Heimatverein Davensberg
Traditionstermine werden gestrichen

Davensberg -

Bedingt durch die Corona-Schutzbestimmungen muss der Heimatverein Davensberg weitere Veranstaltungen schweren Herzens absagen. Der Wandertag und der Künstler- und Hobbymarkt fallen den Auflagen zum Opfer.

Dienstag, 11.08.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 16:08 Uhr
Bei der Tombola am Wandertag wäre das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln besonders schwer geworden.
Bei der Tombola am Wandertag wäre das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln besonders schwer geworden. Foto: hbm

Der Raubbau in den Terminkalendern der drei Orte durch das Corona-Virus geht weiter. Jetzt begrub der Heimatverein Davensberg seine Hoffnungen, zwei Traditionsveranstaltungen noch durchführen zu können. „Wir müssen den Wandertag und den Künstler- und Hobbymarkt schweren Herzens absagen“, teilte die Vorsitzende Anneliese Buntrock den „ Westfälischen Nachrichten “ mit.

Nicht nur der Heimatverein ist in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden, auch der Wander- und Radwandertag hätte im September seine 50. Auflage erlebt. Aus einer Trimm-Dich-Aktion erwachsen hat er seit 1971 nicht nur die Davensberger in jedem September bewegt. Das Wandern wäre auch in diesem Jahr mit den Abstands- und Hygieneregeln vereinbar gewesen. Aber beim restlichen Geschehen sah Buntrock keine Möglichkeit, alles regelgerecht über die Bühne zu bringen. „Am Ende steht immer die Verlosung an. Da stehen die Menschen dicht an dicht. Wie sollen wir da Abstände garantieren?“, fragt Buntrock rhetorisch. Ähnliches gelte an Getränke- und Essständen, wenn sie denn überhaupt möglich gewesen wären.

Beim Künstler- und Hobbymarkt hätte Mitte November die 34. Auflage angestanden. Doch einen vorweihnachtlichen Markt in einer Schule zu planen, kommt für den Heimatverein nicht in Frage. Buntrock hat darum erst gar nicht bei der Gemeinde gefragt, unter welchen Standards das Angebot beibehalten werden könne: „Wir hätte die Schule vermutlich nach dem Abzug der Händler desinfizieren müssen. Das wäre nicht zu schaffen gewesen.“ Zudem sah die Vorsitzende keine Möglichkeit, ein Cafè einzurichten. Der Erlös daraus hilft den Heimatfreunden, ihre Projekt zu finanzieren. Mit dem Verzicht auf beide Termine geht darum ein schmerzhafter Einschnitt bei den Einnahmen einher.

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