Grüne fordern eine Umdenken
Gemeinde wird ihre Klimaziele nicht erreichen

Ascheberg -

Klare Worte von den Grünen: „Das waren wieder fünf verlorene Jahre für Klimaschutz in Ascheberg. Die selbstgesteckten Ziele sind komplett verfehlt“.

Freitag, 04.09.2020, 11:00 Uhr
Für ein Foto mit mehreren Windrädern müssen die Bürger der Gemeinde an die Grenzen fahren.
Für ein Foto mit mehreren Windrädern müssen die Bürger der Gemeinde an die Grenzen fahren. Foto: Wesselmann

Klare Worte von den Grünen: „Das waren wieder fünf verlorene Jahre für Klimaschutz in Ascheberg. Die selbstgesteckten Ziele sind komplett verfehlt“. Dies ist die Auffassung des Ascheberger Ortsverbandes, der sich eingehend mit dem offiziellen Klimaschutzkonzept ( KSK ) der Gemeinde befasst und die Ziele von 2015 mit der Realität abgeglichen hat, wie er ein einer Pressemitteilung schreibt.

Auf 206 Seiten hatte der Gemeinderat seinerzeit ambitionierte Ziele formuliert. Das betraf die Reduktion für CO-Emissionen, die eine Reduktion um 35 Prozent bis 2025 vorsahen. Mit umfangreichen Maßnahmen sollten diese Ziele erreicht werden, gemeinsam mit den Bürgern waren diese erarbeitet und letztlich vom Rat beschlossen worden.

Dann in der Ratsvorlage vom 9. Juli 2019: „Bedauerlicherweise war es bislang nicht möglich, ein zentrales Projekt mit bedeutendem Einfluss auf die (rechnerische) CO2 Bilanz umzusetzen“. Begründung: Einwände der Flugsicherung gegen weitere Windkraftwerke. Heinz Wesselmann von den Grünen: „Die CDU hat die absolute Mehrheit im Gemeinderat und damit auch die Verantwortung. Sie hat in der Vergangenheit viele Gelegenheiten verstreichen lassen“. Vor 2015 habe schon die SPD in Ascheberg über 20 Jahre Eingabe um Eingabe zur Klimapolitik der Gemeinde gemacht – leider sei sie immer wieder an der CDU Mehrheit gescheitert. Zur Zeit übe man sich in Symbolpolitik: Kauf eines Elektrolastenrades, Besuch des Recyclinghofes, Kauf einer Drohne.

Vorschläge, um die CO Emissionen zu senken, hätten die Grünen reichlich: Photovoltaikanlagen bauen, Gebäudesanierung durchführen, Heizungen austauschen. Schon das KSK hatte gefordert „Öl ist als Energieträger weitestgehend durch erneuerbare Energien zu ersetzen ... Wärmepumpenanlagen sind anzustreben.“ Hier übernimmt der Staat beispielsweise bis zu 45 Prozent der Kosten als Zuschuss, nicht als Kredit.

„Wir Grünen geben weitere Informationen auf unserer Internetseite ‚Gruene-Ascheberg.de‘“, erklärt Wesselmann. Übrigens: Alle anderen oben genannten Maßnahmen werden vom Staat ebenfalls gefördert.

Abschließend fordert der Herberner: „Wir Grünen sind daher der Meinung, in der Klimapolitik der Gemeinde muss sich dringend etwas ändern.“

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