Steuerungsgruppe beendet Corona-Zwangspause
Flüchtlinge in Arbeit einbinden

Ascheberg -

Rund sechs Monate hat die Arbeit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus brach gelegen. Corona bedingt. Am Dienstag trafen sich die Mitglieder nun nach langer Zeit zum ersten Mal wieder.

Mittwoch, 30.09.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 15:56 Uhr
Nach Monaten der Corona-Pause trat am Dienstagabend die Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe St. Lambertus zusammen. Hier standen auch Vorstandswahlen an. Maria Schumacher bleibt die erste Vorsitzende, ihr Stellvertreter ist Jürgen Sandner.
Nach Monaten der Corona-Pause trat am Dienstagabend die Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe St. Lambertus zusammen. Hier standen auch Vorstandswahlen an. Maria Schumacher bleibt die erste Vorsitzende, ihr Stellvertreter ist Jürgen Sandner. Foto: Tina Nitsche

Rund sechs Monate hat die Arbeit der Steuerungsgruppe Flüchtlingshilfe St. Lambertus brach gelegen. Corona bedingt. Am Dienstag trafen sich die Mitglieder nun nach langer Zeit zum ersten Mal wieder. Bevor es an die inhaltliche Arbeit ging, standen Wahlen auf dem Programm. Maria Schumacher wurde erneut als Vorsitzende gewählt. Ihr Stellvertreter ist Jürgen Sandner. Weiterhin zählen Uzma Butt, Anna Frank, Marie-Luise Koch und Petra Haverkamp zum Vorstandsteam.

Im Vordergrund ihrer Arbeit stehen selbstverständlich die Flüchtlinge. Und hier soll vor allem das Projekt Integration weiter vorangetrieben werden. Nur wie? Gar nicht so einfach unter erschwerten Bedingungen. Um Ideen und Konzepte ist die Gruppe jedoch keineswegs verlegen. „Wir möchten die Flüchtlinge an unserer Arbeit beteiligen. Zum einen erweitert das unseren Horizont, zum anderen können wir dann aber auch viel besser auf ihre Bedürfnisse reagieren“, gab Schumacher Einblicke. Durch einen solchen Schritt verspricht sich die Steuerungsgruppe außerdem eine Qualitätssteigerung ihrer Arbeit. Mit Uzma Butt haben sie bereits eine Frau mit Migrationshintergrund in ihren Reihen. Nun hat sich das Team neue Ziele gesetzt. „Jemanden aus Afghanistan, jemanden aus dem arabisch sprechenden Raum und aus dem afrikanischen Raum, so könnten wir uns das vorstellen“, stellte Schumacher die Idee näher vor. Umzusetzen ist sie nicht von jetzt auf gleich. „Da müssen wir erst einmal Gespräche führen und unsere Idee näher vorstellen“, stellt sich der Vorstand da auf einen etwas längeren Prozess ein.

Zudem sollen die beiden Standartprojekte „Nähwerkstatt am Breil“ und „Männertreff in Davensberg“ wieder aufleben. „Auch das wird nicht ganz so einfach, denn wir müssen uns da komplett an die Corona-Regeln halten“, so Jürgen Sandner. Diese besondere Situation wirkt sich erschwerend auf die Arbeit aus. „Und das setzt uns enge Grenzen. Zum einen, weil die Projekte nur mit einer begrenzten Teilnehmerzahl unter den erforderlichen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen laufen können, zum anderen weil da ja auch immer noch die sprachlichen Barrieren sind“, ist sich Schumacher darüber im Klaren, dass sie und ihr Team bei der Umsetzung vor ganz schöne Herausforderungen gestellt werden.

Marie-Luise Koch machte im weiteren Verlauf der Versammlung auf einen Termin aufmerksam. Am 1. Dezember will die Steuerungsgruppe die aktiven Flüchtlingshelfer zu einem Dankeschön-Adventscafé ins Pfarrheim St. Lambertus eingeladen werden. „Hier geht es auch um Austausch und Gespräche“, machte Koch klar. Am 21. Dezember steht ein weiterer Termin an. „Da werden Petra Haverkamp und ich im Rahmen des lebendigen Adventskalenders die Fenster des Gartenhauses am Breil schmücken und Geschichten lesen“, so Koch. Wer dabei noch unterstützen möchte, darf sich gerne bei ihr melden.

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