KFD besucht Herberner Imker
Das Leben in einem Bienenstock

Herbern -

Egal ob Honig- oder Wildbiene: Die Insekten sind für das Ökosystem unentbehrlich. Mitglieder der KFD Herbern haben sich am Donnerstag im Rahmen der vereinsinternen Aktionswoche über die kleinen fleißigen Tiere bei Imker Uwe Stegemann informiert.

Samstag, 03.10.2020, 09:18 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 15:56 Uhr
Die Imker Ludger Bohnenkamp und Uwe Stegemann informierten die KFD-Frauen über das Leben der Honigbiene.
Die Imker Ludger Bohnenkamp und Uwe Stegemann informierten die KFD-Frauen über das Leben der Honigbiene. Foto: Isabel Schütte

Egal ob Honig- oder Wildbiene: Die Insekten sind für das Ökosystem unentbehrlich. Mitglieder der KFD Herbern haben sich am Donnerstag im Rahmen der vereinsinternen Aktionswoche über die kleinen fleißigen Tiere bei Imker Uwe Stegemann informiert.

Der Herberner weiß wovon er spricht, denn schließlich kümmert er sich um insgesamt 20 Bienenstöcke, vier davon hat er im heimischen Garten stehen. Unangefochten ist er auf der Neuenhammstraße derjenige mit den meisten Haustieren, stellten die Damen fest. Ein Bienenstock umfasst rund 50 000 Bienen.

Stegemann und sein Kollege Ludger Bohnenkamp (Vorsitzender des Herberner Imkervereins) informierten über die Zucht und über die drei verschiedene Arten der Honigbienen. Die Arbeiterinnen, einige hundert Drohnen und eine Königin leben in einem Bienenstock. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrer Größe als auch in ihren Aufgaben. Bienen tragen dazu bei, dass Pflanzen bestäubt werden. „Sie gelten als Nutztier“, so die beiden Experten. Dabei schaffen sie zeitgleich eine Nahrungsgrundlage für andere Tiere, zum Beispiel Vögel. Auch zwei Drittel der Nahrung, beispielsweise Äpfel, Gurken oder Kürbisse, gäbe es nicht ohne die Honigbiene. Die Drohnen sind größer wie die normalen Bienen und nur dazu da, die Königin beim Hochzeitsflug zu befruchten. Sie ist die „First Lady“ im Bienenstock. Von März bis August sorgt sie kontinuierlich für Nachwuchs. Dabei legt sie pro Tag bis zu 1500 Eier.

Stegemann gab noch Einblicke in die Fortpflanzung der Königsbiene. Wenn Imker Bienenköniginnen züchten, gehört auch die Toleranz gegen Varroabefall zu den Zuchtkriterien: Diese Milbenart sei „unser größter Feind“, hauptverantwortlich für die seit Längerem zu beklagenden Schäden an der Bienenpopulation, sagt Stegemann. Die Damen der KFD waren begeistert und vieles wussten sie bis dato auch nicht. „Was die kleinen Bienen leisten ist ja wirklich sensationell. Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird auch in Zukunft eine große Rolle spielen. Bienen gehören auf jeden Fall dazu“, sagte KFD-Teamsprecherin Angelika Hölscher. Nach dem Vortrag ging es in die St. Benedikt Kirche, wo noch eine Gemeinschaftsmesse gefeiert wurde.

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