Pflanzaktion am 3. Oktober 1990
Einheitseichen feiern Jahrestag

Ascheberg -

Der Heimatverein Herbern hat eine Eiche an der Ostlandstraße mit einem Hinweisschild versehen. Es ist eine Einheitseiche.

Samstag, 03.10.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 11:40 Uhr
Einheitseiche Herbern mit Schild
Einheitseiche Herbern mit Schild Foto: Theo Heitbaum

Der Heimatverein Herbern hat eine Eiche an der Ostlandstraße mit einem Hinweisschild versehen. Denn vor der Einmündung des Wickerup steht nicht irgendeine Eiche. Der Baum wurde heute vor 30 Jahren, am 3. Oktober 1990, gepflanzt. Es war der erste Tag der Deutschen Einheit . In Herbern erinnert die Einheitseiche an ihn. „Und in den anderen Orten?“, möchte ein WN-Leser wissen.

Einheitseiche in Ascheberg

Einheitseiche in Ascheberg Foto: Theo Heitbaum

In Ascheberg haben die Gemeindeväter am gleichen Tag ein Loch gebuddelt und eine Eiche gepflanzt. Passiert ist das am Spieker des Heimatvereins. Aktuell trägt die Ascheberger Einheitseiche reichlich Früchte. Schwieriger wird die Antwort in Davensberg. Ältere Ortsbewohner erinnern sich an eine Pflanzaktion mit Bürgermeister Dieter Heineke und Vertreter Alfons Lohmann am Dorfanger. Dort ist aber nur eine Linde zu finden. Alternative Pflanzaktionen sind bisher nicht entdeckt worden.

Rheinsberg: Eine Schwarzkiefer wird gepflanzt

Rheinsberg: Eine Schwarzkiefer wird gepflanzt Foto: WN-Archiv/sb

Bäume wurden übrigens auch für die Städtepartnerschaft zwischen Ascheberg und Rheinsberg gepflanzt. Am 21. September 1991 erhielt der Einheitsbaum am Spieker eine Rotbuche als Nachbarin. Die Rheinsberg-Delegation mit SPD-Bürgermeister Manfred Richter hatte sie mitgebracht. Die Ascheberger, von einer CDU-Mehrheit regiert, revanchierten sich beim Gegenbesuch mit einer Schwarzkiefer. Sie steht verloren auf dem Rheinsberger Marktplatz. Bei einem Arbeitsbesuch im Juni erfuhr eine Gruppe von Ascheberger Marketing, dass Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow sie entfernen möchte, weil sie schief steht und als Nadelbaum nicht ins Umfeld passt. Ein neuer Baum, gerne eine japanische Zierkirsche, könne am neuen Rathaus gepflanzt werden. Im nächsten Jahr feiert die Partnerschaft ihren 30. Geburtstag, planmäßig in Rheinsberg.

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