Vergewaltigungsprozess: Beweismittel fehlen
Gericht spricht Angeklagten frei

Ascheberg -

Aus Mangel an Beweisen hat das Landgericht Münster einen 22-jährigen Cloppenburger freigesprochen. Der Mann stand wegen der vermeintlichen Vergewaltigung einer Ascheberg unter Anklage.

Freitag, 09.10.2020, 14:30 Uhr
Vergewaltigungsprozess: Beweismittel fehlen: Gericht spricht Angeklagten frei

Im Strafverfahren um die vermeintliche Vergewaltigung einer jungen Aschebergerin im Dezember 2019 ( WN berichteten) wurde der 22-jährige Angeklagte aus Cloppenburg nun freigesprochen. Mangels weiterer Beweismittel war die zuständige Kammer des Landgerichts Münster gezwungen, ein Urteil ausschließlich aufgrund der sich entgegenstehenden Aussagen zu sprechen.

Dies fiel zugunsten des Angeklagten aus. „Wenn man die Aussage der vermeintlich Geschädigten zugrunde legt, musste der Angeklagte nicht erkennen, dass etwas gegen ihren Willen geschieht. Es war kein strafbares Verhalten feststellbar“, erklärte der Pressesprecher des Landgerichts auf Anfrage.

Da das Gericht die Zeugin unter Ausschluss der Öffentlichkeit angehört hatte, waren die Schlussvorträge ebenfalls nicht öffentlich. Verteidigung und Staatsanwaltschaft „Freispruch“ beantragt. Die Vertreterin der Nebenklage stellte keinen konkreten Antrag, war aber wohl von einer Verurteilung ausgegangen, so der Pressesprecher weiter.

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