Dr. Bert Risthaus tritt am 2. November neue Stelle an
„Ich brauche Beschäftigung“

Ascheberg -

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus hat seinen Ausstand gegeben. Die letzten Tage seiner Amtszeit verbringt er jetzt mit seinem Resturlaub in der Pfalz, um „Abstand zu gewinnen und Wein zu kaufen“, wie er sagt. Erst am 1. November übernimmt sein Nachfolger Thomas Stohldreier das Ruder. Bis dahin gibt es im Rathaus eine Übergangslösung..

Donnerstag, 15.10.2020, 18:24 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 12:12 Uhr
Klaus Sunderhaus (v. l.) und Klaus van Roje (v.l.) überreichten ihrem scheidenden Chef ein T-Shirt, auf dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ascheberger Verwaltung mit einem Autogramm verewigt haben.
Klaus Sunderhaus (v. l.) und Klaus van Roje (v.l.) überreichten ihrem scheidenden Chef ein T-Shirt, auf dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ascheberger Verwaltung mit einem Autogramm verewigt haben. Foto: Siegmar Syffus

Etliche Ascheberger wissen offenbar um gewisse Vorlieben ihres Bürgermeisters. Das gilt nicht nur für die Beschäftigten der Verwaltung. Denn: „Nicht nur hier, sondern auch bei meinen anderen Verabschiedungen habe ich Kaffee-Sahne von Merci geschenkt bekommen. Das zieht sich durch. Ich trinke gerne Kaffee und esse gerne Schokolade“, verriet Dr. Bert Risthaus mit verschmitztem Lächeln.

Am Donnerstag absolvierte der Bürgermeister die letzte Etappe seines Verabschiedungsmarathons, den er zum Teil schon vor der Corona-Pandemie bei Vereinen, Schulen und anderen Institutionen angetreten hatte. Im Bürgerforum nahm Risthaus an seinem letzten Arbeitstag die Gelegenheit wahr, den Mitarbeitenden der einzelnen Abteilungen im kleinen Kreis persönlich für die Zusammenarbeit in den vergangenen elf Jahren zu danken und Lebewohl zu sagen. Kaffee, Kaltgetränke und ein Büfett spendierte der Chef zu seinem Ausstand. „Eigentlich hätte ich lieber mit den Kollegen bei Frenking gegrillt, aber wegen Corona geht das nicht. Darum machen wir hier das Beste daraus“, so Risthaus.

Offiziell bleibt der Bürgermeister noch bis zum 31. Oktober, Punkt 24 Uhr, im Amt. Ab 1. November, 0 Uhr, ist sein Nachfolger Thomas Stohldreier verantwortlich. Bis dahin verbringt Risthaus seinen Resturlaub in der Pfalz, um, wie er sagt, „Abstand zu gewinnen und Wein einzukaufen“. In dieser Phase nehmen seine Stellvertreter, Klaus van Roje und Klaus Sunder­haus, die Amtsgeschäfte wahr. „Damit ist eine kompetente Verwaltungsleitung auch während der Übergangszeit gewährleistet“, hob Risthaus im WN-Gespräch hervor.

Direkt am 2. November will er bei seiner neuen Stelle als Jurist und allgemeiner Vertreter für den DRK-Kreisverband aktiv werden. „Zwei Wochen Urlaub reichen. Ich brauche Beschäftigung und freue mich auf meine neue Herausforderung“, sagte Risthaus. „Klar, gehe ich mit einem weinenden Auge. Ich weiß die Aufgaben in Ascheberg jedoch in guten Händen.“ Nach wie vor sei er gedanklich in den kommunalpolisschen Themen verankert, räumte der scheidende Bürgermeister ein. Und das werde sich wohl erst nach dem Ausscheiden aus dem Amt ändern: „Zwei Mal in der Woche laufe ich zehn Kilometer. Dabei habe ich als Bürgermeister geguckt, wo Baustellen und Schlaglöcher sind. Nach dem 31.10, werde ich nur noch darauf achten, dass ich beim Laufen nicht reintrete. . .“, schilderte Risthaus scherzhaft den erwarteten Perspektivwechsel.

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