Briefwahl zum Seniorenbeirat
Eine Erfolgsgeschichte

Ascheberg -

Die Briefwahl hat dem Ascheberger Seniorenbeirat für die fünfte Amtszeit ein starkes Votum beschert.Mit so einer Wahlbeteiligung hatte niemand gerechnet.

Donnerstag, 29.10.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 18:55 Uhr
In den Seniorenbeirat gewählt wurden Dieter Voß, Dr. Rüdiger Vogt, Karl Heinz Vorspohl . . .
In den Seniorenbeirat gewählt wurden Dieter Voß, Dr. Rüdiger Vogt, Karl Heinz Vorspohl . . . Foto: Theo Heitbaum

Ein Hochgefühl trotz coronabedingter Tristesse: An der Wahl des Ascheberger Seniorenbeirates haben sich 51,42 Prozent aller Bürger ab 60 Jahren beteiligt. 2211 Stimmen wurden abgegeben, 4300 Wahlzettel waren verschickt worden. „Die Briefwahl war die richtige Entscheidung. Die Wahlbeteiligung gibt dem Seniorenbeirat Rückenwind für seine Arbeit und das Mitwirken im Ratsausschuss, der Lenkungsgruppe Inklusion und den Arbeitskreisen Mobilität sowie Alter und Pflege“, erklärte Fachbereichsleiter Thomas Stohldreier gestern bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Jürgen Stenkamp erinnerte an den Start im Frühjahr und das pandemiebedingte Umwerfen von Plänen. Die am Ende alternativlose Briefwahl habe sich als arbeitsintensiv aber auch als Erfolgsmodell herauskristallisiert. 2211 abgegebene Stimmen sind fast die Zahl der Wahlberechtigten bei der Premierenwahl im Jahr 2000. Damals lebten in Ascheberg 2371 Menschen über 60 Jahre, 20 Jahre später waren es 4300. An den Zahlen lässt sich der demografische Wandel ablesen. Ascheberg wird älter.

Stenkamp berichtete, dass eine erste kleine Wahlurne nicht gereicht habe, das nachfolgend eingesetzte große Behältnis fasste alle Wahlscheine nur, weil sie gestapelt wurden. Nur vier Wahlscheine hätten beim Auszählen nicht berücksichtigt werden können, weil sie ungültig gewesen seien.

Durchschnittlich wurden auf den Wahlscheinen zweieinhalb Stimmen abgegeben, möglich war die Spanne von einem bis zu sechs Kreuzen.

. . . Martin Frenke, Barbara Weinhold Mc-Gilvray und Karl Heinz Bartsch

. . . Martin Frenke, Barbara Weinhold Mc-Gilvray und Karl Heinz Bartsch Foto: Theo Heitbaum

Karl-Heinz Bartsch , aktueller Vorsitzender des Seniorenbeirates, dankte der Verwaltung für die Mühe, verwies aber auch auf die Unterstützung aus dem Gremium: „Wir wollten die Unterlagen an einem Tag falten und eintüten, da sind locker zweieinhalb Tage raus geworden.“ Die Wahlbeteiligung freue ihn, weil es der Lohn für die Arbeit der vergangenen fünf Jahre sei. Für das künftige Gremium sei sie Motivation aber auch Anforderung. Dr Rüdiger Vogt stellte heraus, dass man im Seniorenbeirat den Sachthemen verpflichtet sei: „Es gibt keine Partei, die wie in der Politik mitspricht.“ Mit 1629 Stimmen führt er die Liste der Gewählten an. Es folgen Barbara Weinhold-McGilvray (1038), Karl-Heinz Vors­pohl (781), Karl-Heinz Bartsch (654), Dieter Voß (587) und Martin Frenke (342). Ersatzkandidaten sind Hans Jürgen Gleie (192) und Hartmut Lessin (188).

Bis zur konstituierenden Sitzung muss noch geklärt werden, ob die Altenheime St. Lambertus Ascheberg und Malteserstift St. Benedikt Herbern jeweils einen – ihnen zustehenden – Platz besetzen möchten.

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