„Unüberbrückbare Differenzen“ mit den örtlichen Grünen
Beckmann ohne Fraktion im Rat

Ascheberg -

Hubertus Beckmann, „Ur-Grüner“ in Ascheberg, will sich als fraktionsloses Mitglied im Gemeinderat einbringen. Gegen die Mitarbeit im Team der Grünen sprechen unüberbrückbare Differenzen.

Sonntag, 01.11.2020, 17:04 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 16:56 Uhr
Hubertus Beckmann, hier bei einer Haushaltsrede, verlässt die Fraktion der Grünen im Ascheberger Gemeinderat.
Hubertus Beckmann, hier bei einer Haushaltsrede, verlässt die Fraktion der Grünen im Ascheberger Gemeinderat. Foto: hbm

Hubertus Beckmann wird im neuen Gemeinderat nicht der Fraktion der Grünen angehören, sondern als fraktionsloser Kommunalpolitiker mitwirken. In einer Mitteilung begründet der Mandatsträger, der sich selbst als „Ur-Grüner“ bezeichnet, diesen Schritt so: Er werde „die geplante Mitarbeit in der Fraktion B 90-Grüne OV Ascheberg aus unüberbrückbar menschlichen Differenzen und zur Wahrung von Fairness und Wahrhaftigkeit nicht aufnehmen können“. Dieselbe Mitteilung leitet er mit einem Dank an alle Mitglieder des Gemeinderates der vergangenen Legislaturperiode sowie dem Bürgermeister Dr. Risthaus ein, „dass sie mich ermutigten, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern das Wählervotum zu erfüllen, und so mit ökologischem Wissen für eine zukunftsfähige Arbeit des Gemeinderates in DAH beizutragen“. Beckmann, seit der Gründung vor siebeneinhalb Jahren Sprecher des Ortsverbandes, hatte sich – wie berichtet – nach der Kommunalwahl deutlich verschnupft gezeigt, dass Marie Voß und Heinz Wesselmann, die neue grüne Doppelspitze bilden. Der Imker und Agrarökologe Beckmann war 2014 zum ersten grünen Mandatsträger im Ascheberger Kommunalparlament gewählt worden. Das Ende seiner Zeit als Sprecher der Grünen in Ascheberg war für Beckmann eine „mehr als schmerzliche Erfahrung“, wie er einräumte.

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