Pendlerstatistik mit einem großen Fragezeichen
Hinter Münster kommen Sonstige

Ascheberg -

Hinter der Domstadt kommt lange nichts: 2227 Menschen pendeln von Ascheberg zur Arbeit nach Münster. Die jüngsten Daten der Landesstatistiker von IT.NRW für das Jahr 2019 überraschen nicht. Nur bei den Sonstigen.

Donnerstag, 05.11.2020, 20:00 Uhr
Die zehn Kommunen mit den meisten Einpendlern nach Ascheberg (oben) und den meistern Auspendlern aus Ascheberg (unten).
Die zehn Kommunen mit den meisten Einpendlern nach Ascheberg (oben) und den meistern Auspendlern aus Ascheberg (unten). Foto: hbm

Hinter der Domstadt kommt lange nichts: 2227 Menschen pendeln von Ascheberg zur Arbeit nach Münster. Die jüngsten Daten der Landesstatistiker von IT.NRW für das Jahr 2019 überraschen nicht. Fein säuberlich haben die Statistiker wieder ihre jährliche Liste erstellt, die einerseits Pendlerströme aus der Gemeinde in andere Kommunen und andererseits aus anderen Städten und Gemeinden nach Ascheberg, Davensberg und Herbern auflistet. Wer etwas tiefer schaut, findet Pendler aus NRW und Nachbarbundesländern. Nach dem Abarbeiten dieser Daten bleiben in der Statistik 810 Einpendler nach Ascheberg aus sonstigen Orten stehen. Bei den Auspendlern sind es sogar 1240 Menschen. Woher jeder fünfte Pendler kommt, lassen die Landesstatistiker offen. Weil das komplette Umfeld erfasst ist, müssen sie mehr als 200 Kilometer pendeln.

Über die Jahre ist den Zahlen zu entnehmen, dass die Beschäftigten mit einem Wohnsitz in Ascheberg zunehmen. Mit 8686 Personen wurde vergangenes Jahr ein Höchstwert erreicht. Das sind 243 mehr als ein Jahr zuvor. 2010 waren in der Statistik nur 7477 Beschäftigte mit Wohnsitz in Ascheberg, Davensberg und Herbern zu finden. Nach einem Rückfall im Jahr 2017 steigt auch die Zahl der Beschäftigten in Ascheberg wieder. 5972 stehen nach Angaben der Landesstatistiker in der Gemeinde in Lohn und Brot, rund 800 mehr als 2010. Von diesen zusätzlichen Arbeitsplätzen werden 500 von einem Plus bei den Einpendlern gestellt. Der Rest geht auf Menschen aus den drei Orten, die in der Gemeinde arbeiten, zurück. Waren es 2010 noch 2469 Menschen mit einem kurzen Arbeitsweg, werden nun 2786 ausgewiesen.

Die Zahl der Menschen, die aus Münster nach Ascheberg zur Arbeit kommen, ist in den vergangenen fünf Jahren fast konstant geblieben. In der Rangliste hat sich Hamm seit 2015 Stück für Stück auf den zweiten Platz vorgearbeitet, Senden ist dagegen vom zweiten Platz deutlich abgefallen. Nach Ascheberg kommen übrigens 1865 Männer und 1321 Frauen. In den Nachbarschaft fahren 3245 Männer und 2655 Frauen. Hier ist auffällig, dass einige Jahre knapp über 2000 Menschen nach Münster zur Arbeit fuhren. Im Jahr 2019 wurde mit 2227 Pendlern ein Rekordwert eingefahren. Da könnte sich das Baugebiet Königsallee auswirken.

Mit 348 Pendlern wird auch für Nordkirchen auf dem zweiten Platz ein Allzeithoch ausgewiesen. Die Reihenfolge an der Spitze ist seit fünf Jahren nahezu unverändert.

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