Corona stört Carsharing-Angebot
„Stadtteilauto“ stellt zweites Fahrzeug auf

Ascheberg -

Die Idee hatte Charme: Ein Unternehmen, das Teilautos in Dörfern und Gemeinden aufstellt, wollte in Ascheberg aktiv werden. Es kommt nicht. Und was wird aus dem Carsharing?

Montag, 16.11.2020, 19:50 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 15:26 Uhr
Im Januar präsentierte „Teilautos“ sein Angebot in Ascheberg. Die Corona-Pandemie stoppt diese Idee. Alternativ wird Stadtteilauto eine zweites Carsharing-Fahrzeug in Ascheberg aufstellen.
Im Januar präsentierte „Teilautos“ sein Angebot in Ascheberg. Die Corona-Pandemie stoppt diese Idee. Alternativ wird Stadtteilauto eine zweites Carsharing-Fahrzeug in Ascheberg aufstellen. Foto: hbm/privat

Die Idee hatte Charme: Ein Unternehmen, das Teilautos in Dörfern und Gemeinden aufstellt, wollte in Ascheberg aktiv werden. Bei der Präsentation zu Jahresbeginn wurde ein Angebot gezeigt, das Carsharing auf dem Land realistisch werden ließ. Was schon in Orten des Kreises Warendorf funktionierte, schien passgenau für Ascheberg, Davensberg und Herbern zu sein. Dann kamen Corona und das große Schweigen. Das Projekt, Autos zu teilen, mit mehreren Leuten wechselweise hinter einem Steuer Platz zu nehmen, wird von Abstands- und Hygieneregeln nicht gerade angeschoben. Die Nachfrage nach so einem Angebot schwand darum in Ascheberg. Vorerst werden keine Teilautos in der Gemeinde aufgestellt.

Völlig vom Tisch ist das Carsharing in Ascheberg aber nicht, wie die Gemeinde gestern mitteilte. Bereits seit sechs Monaten hat Stadtteilauto ein Carsharing-Fahrzeug an der Station Ascheberg-Esche beim Sozialwerk St. Georg an der Nordkirchener Straße aufgestellt. In den kommenden Monaten wird der Anbieter in Ascheberg ein zusätzliches Fahrzeug aufstellen. Dann wird neben dem Toyota Yaris Hybrid ein weiteres Fahrzeug seinen Platz am Rathaus an der Dieningstraße finden. Interessierte Nutzer können sich bereits jetzt für das Carsharing anmelden. Auf Grund der Corona Pandemie ist Stadtteilauto für Fragen, Beratungen, Anmeldungen aktuell nur per Mail (kontakt@stadtteilauto.com) oder telefonisch ( 02 51/38 32 30) erreichbar. In der Adventszeit lockt Stadtteilauto mit einem besonderen vorweihnachtlichen Angebot und erlässt im gesamten Dezember allen Interessenten die Aufnahmegebühr von 50 Euro. Unternehmen und Vereine können das Fahrzeug nutzen. Die Gemeindeverwaltung wird ebenfalls Kunde von Stadtteilauto und plant, das Fahrzeug bei Bedarf für Dienstfahrten zu nutzen. Zeitgleich wird auch ein E-Lastenfahrrad am Rathaus zum Teilen bereitgestellt.

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