WN-Leser sorgen sich wegen neuer Treppen am Bahndamm
Metall-Konstrukt ersetzt Holz-Provisorium

Ascheberg -

Wenn es auf der Bahnstrecke zwischen Ascheberg und Davensberg Probleme mit einem Zug gibt, verlassen evakuierte Passagiere den Bahndamm bequem über neue Rettungstreppen. Sie, so die Sorge von WN-Lesern, laden andersherum trotz Verbotsschildern aber dazu ein, sie für den Weg nach oben zu nutzen.

Donnerstag, 19.11.2020, 17:30 Uhr
So wie die Rettungstreppen jetzt aussehen, werden sie nicht bleiben. Das Geländer ist nur provisorisch angebracht.
So wie die Rettungstreppen jetzt aussehen, werden sie nicht bleiben. Das Geländer ist nur provisorisch angebracht. Foto: Theo Heitbaum

 Wenn es auf der Bahnstrecke zwischen Ascheberg und Davensberg Probleme mit einem Zug gibt, verlassen evakuierte Passagiere den Bahndamm bequem über neue Rettungstreppen. Sie, so die Sorge von WN-Lesern, laden andersherum trotz Verbotsschildern aber dazu ein, sie für den Weg nach oben zu nutzen. Eins der Stichworte besorgter Bürger lautet „spielende Kinder“.

Eine Bahnsprecherin teilt auf WN-Anfrage mit: „Die Arbeiten an den Rettungstreppen sind noch nicht abgeschlossen. Die jetzigen Geländer und Absperrungen aus Holz sind nur ein Provisorium, da beides in der Ausführung aus Metall derzeit noch in Fertigung ist. Die Treppen erhalten beidseitig ein Füllstabgeländer und am Aufgang von der Straße eine Wegesperre. Die Montage kann voraussichtlich noch in diesem Jahr vollständig abgeschlossen werden. Ebenfalls werden noch entsprechende Verbotsschilder für den Zugang aufgestellt; auch dies ist aktuell in der Zulieferung und wird in den nächsten Wochen montiert.“

Die Sprecherin gibt darüber hinaus zu bedenken, dass Bahnanlagen kein Abenteuerspielplatz sind. Als Privatgelände sei das Betreten Unbefugten strikt verboten. Trotz klarer Regeln und Hinweisschilder komme es an diesen Bahnanlagen leider immer wieder dazu, dass nicht nur Erwachsene durch leichtfertiges Verhalten und Unachtsamkeit ihr Leben und das anderer gefährden, sondern auch Jugendliche und Kinder. Immer wieder würden Forderungen erhoben, Bahnanlagen einzuzäunen. Die Deutsche Bahn verfüge bundesweit über ein Streckennetz von knapp 34000 Kilometern Länge, das auch durch bewohnte Gebiete führe. Somit wäre ein Zaun mit einer Länge, die zweimal um den Äquator reiche, erforderlich. „Leider ist zudem immer wieder zu beobachten, dass Zäune mutwillig niedergetrampelt, Schlösser zerstört und Warnschilder umgestürzt werden“, erklärt die Bahnsprecherin.

Die Deutsche Bahn setze deshalb auf intensive Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Gemeinsam mit der Bundespolizei und weiteren Kooperationspartnern unternehme man erhebliche Anstrengungen, um auf das richtige Verhalten beziehungsweise die Gefahren an Bahnanlagen aufmerksam zu machen. Mit der Kurzfilm-Reihe „Wir wollen, dass Du sicher ankommst“ werde auf mögliche Gefahren und Verhaltensregeln in Bahnhöfen, an Gleisanlagen und Oberleitungen hingewiesen. Die Sprecherin empfiehlt die Medienpakete „Sicher unterwegs mit Oli“ und „Olis Chance“, die sich ausdrücklich an Jugendliche und Kinder wenden, zu nutzen. Ergänzend informiere die Gemeinschaftskampagne „sicher drüber“ die Straßenverkehrsteilnehmer über das richtige Verhalten am Bahnübergang.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7685827?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F
Nachrichten-Ticker