Alternative zum Weihnachtsbasar
„Wunsch-Tanne“ setzt Zeichen gegen Dunkel der Zeit

Herbern -

Anstelle des ausgefallenen Weihnachtbasares setzen die Herberner Vereine ein Zeichen des Lichts in dunkler Zeit: Auf dem Kirchplatz wird eine aus Holz gebaute, drei Meter große „Tanne“ aufgestellt, an deren „Nadeln“ Wunschzettel aufgehängt werden können.

Donnerstag, 26.11.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:48 Uhr
Frank Holtrup (links) und Jörg Frigge waren die Hauptakteure beim Bau des neuen Tannenbaums, der auf dem Herberner Kirchplatz aufgestellt wird.
Frank Holtrup (links) und Jörg Frigge waren die Hauptakteure beim Bau des neuen Tannenbaums, der auf dem Herberner Kirchplatz aufgestellt wird. Foto: Isabel Schütte

Der traditionell am ersten Adventswochenende stattfindende Herberner Weihnachtsbasar muss aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen in diesem Jahr ausfallen. Trotzdem soll in der dunklen Zeit ein helles Zeichen gesetzt werden. Deshalb hat der erste Vorsitzende der Nordicker Schützen, Frank Holtrup, gemeinsam mit einigen Mitstreitern stellvertretend für alle Vereine einen drei Meter großen Weihnachtsbaum aus Holz gefertigt. Die „Tanne“ ist für den Kirchplatz bestimmt – an ihre „Nadeln“ (kleine Haken) können Zettel mit Wünschen aufgehängt werden.

„Wir wollen damit Präsenz schaffen, zudem ist dieser Tannenbaum nachhaltig und kann immer wieder aufgestellt werden“, erklärt Holtrup. Bei einer Versammlung der Herberner Vereine und Gruppen im Oktober wurde die Idee für eine Weihnachtsbasar-Alternative aus der Taufe gehoben. Erst war ein Torbogen im Gespräch, dann wurde es aber doch ein Tannenbaum.

Frank Holtrup ließ es sich nicht nehmen, sofort zur Tat zur schreiten. Ein Entwurf war schnell gefertigt. Doch ganz alleine ist so ein Projekt nicht zu stemmen. Innerhalb kürzester Zeit waren weitere Handwerker und Sponsoren gefunden. Und so nahm die Realisierung des ganz speziellen Weihnachtsbaums schnell konkrete Formen an. „Große Unterstützung gab es auch vom Schützenverein Horn“, hebt Frank Holtrup hervor.

In der vergangenen Woche wurde nach Feierabend, quasi in jeder freien Minute, durchgearbeitet. Erst musste man das Holz von der Zimmerei und Dachdeckerei Eickholt zur Möbelwerkstatt von Jörg Frigge transportieren, dann legte der Handwerker gemeinsam mit Holtrup los. „Die Stunden vergingen immer wie im Flug. Irgendwann mussten wir dann einfach aufhören“, erzählt der Tannenbaumkonstrukteur. Thorsten Krampe fertigte einen Stahlständer, der mit einem halben Kubikmeter Beton befestigt, die rund 50 Kilo schwere „Tanne“ auch bei Wind halten kann. Am Samstag (28. November) wird der Baum am Kirchplatz aufgestellt.

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