Bürger dürfen bei Platzgestaltung mitreden
Virtueller Wunschzettel funktioniert

Ascheberg -

Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitnehmen. Sagt sich leicht. Ist beim Gestalten der Plätze in der Ortschaft Ascheberg auch klarer Wunsch von Rat und Verwaltung. Und das Angebot von Musterausstellung und Online-Voting funktioniert.

Dienstag, 05.01.2021, 19:30 Uhr
Die Muster-Pflasterflächen sind nach dem Arbeitseinsatz zu Wochenbeginn nun auch begehbar. Der Eschenplatz wird bis zur Sandstraße gehen.
Die Muster-Pflasterflächen sind nach dem Arbeitseinsatz zu Wochenbeginn nun auch begehbar. Der Eschenplatz wird bis zur Sandstraße gehen. Foto: Theo Heitbaum

Bürger bei wichtigen Entscheidungen mitnehmen. Sagt sich leicht. Ist beim Gestalten der Plätze in der Ortschaft Ascheberg auch klarer Wunsch von Rat und Verwaltung. Seit einer gut besuchten Auftaktveranstaltung im Rathaus hat sich aber Corona zwischen gemeindliche Planer und Bürger gedrängt. Abstand halten gehört zum Gebot der Stunde. Trotzdem läuft gerade die vierte Runde des Mitmachens zu diesem Themenkomplex für die Ascheberger. Und bei der Frage, wie der Eschenplatz gepflastert und möbliert werden soll, ist Martin Wolf vom Bauamt in der Verwaltung von der Resonanz der Bürger „mächtig begeistert. Wir haben schon 50 Eingänge über unser Online-Formular erhalten.“

Offensichtlich haben die Ascheberger ihren Spaziergang zwischen den Jahren oder an den Feiertagen mit einem Besuch der Ausstellung vor dem Spieker verbunden. Denn in der Zeit wurde auch das Formular auf der Internetseite der Gemeinde Ascheberg oft genutzt. Zu Beginn dieser Woche hat die Firma Wellering aus dem Gewerbegebiet Nord die Pflaster-Schaufläche komplettiert. „Sie wird nun auch begehbar sein“, berichtet Wolf im Gespräch mit den „Westfälischen Nachrichten“. Dazu wird in dieser Woche noch eine zweite Leuchte aufgestellt. Anschließend haben die Bürger noch bis zum 25. Januar Zeit, ihre Auswahl zu treffen. Sie haben die Wahl, welche von zwei Klinkerfarben und von zwei Gossen-Materialien auf dem Eschenplatz verbaut werden sollen. Bei den ausgestellten Sitzbänken gibt es genauso drei Alternativen wie bei den Abfallbehältern. Dazu sind, – spätestens am Wochenende – in der Ausstellung auch zwei Leuchten zu finden.

Bisher hat die Verwaltung noch kein Zwischenergebnis ausgewählt. Entscheiden wird in dieser Frage der Bauausschuss. „Das Bürgervotum wird aber sicher als Richtschnur in die Entscheidung einfließen“, ist sich Wolf sicher.

Das Mitmachen der Bürger bei der Entscheidungsfindung ist für das Erlangen von Fördergeldern nicht zwingend nötig, wird aber von Land und Bezirksregierung gerne gesehen. Wann sie über den zweiten Antrag der Gemeinde auf Gelder für den Eschenplatz entscheiden, ist bisher nicht bekannt. „Wir mussten den Antrag im Herbst 2020 einreichen. Wegen Corona hat die Bezirksregierung den Kommunen bis zum 15. Januar die Möglichkeit eingeräumt, Dinge nachzureichen. Ich denke, dass wir im Frühjahr erfahren, ob es Fördergelder geben wird“, informiert Wolf.

Das Online-Formular können Passanten auch ganz bequem über ihr Smartphone ausfüllen. An den Musterflächen verweist ein QR-Code direkt zur entsprechenden Webseite.

Bevor der Hit-Markt gebaut werden kann, muss die Gemeinde Flächennutzungs- und Bebauungsplan ins Ziel bringen. Bei beiden Papierpaketen beginnt heute die Offenlage.

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